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Fußball-WM 2026: Diese vier Mannschaften sind die Geheimfavoriten des Turniers

Fußball-WM 2026

Das sind die Geheim-Favoriten der Fußball-WM

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    Zwei, die für eine Überraschung gut sind: Norwegens Erling Haaland (r) und Martin Ødegaard schalteten in der Qualifikation Italien aus.
    Zwei, die für eine Überraschung gut sind: Norwegens Erling Haaland (r) und Martin Ødegaard schalteten in der Qualifikation Italien aus. Foto: Lise Åserud/NTB, dpa

    Natürlich gibt es die naheliegenden Favoriten. Frankreich zum Beispiel könnte ohne Probleme zwei Teams zur Fußball-Weltmeisterschaft schicken, die ein Kandidat auf den Titel wären. Als Europameister gehört Spanien zum Favoritenkreis, dann kommen Argentinien, Brasilien, mit etwas Abstand Deutschland und England. Zugleich gab es aber selten so viele Mannschaften, die überraschen könnten wie diesmal.

    Norwegen

    Als die Skandinavier 1998 das bis dato letzte Mal bei einer WM dabei waren, war ein Großteil der heutigen Spieler noch nicht mal geboren. Aktuell verfügt Norwegen aber über das, was man gemeinhin als „Goldene Generation“ bezeichnet. Mit Erling Haaland steht einer der weltbesten Stürmer im Kader, Spielmacher und Kapitän ist mit Martin Ødegaard vom FC Arsenal ein weiterer Weltklasse-Spieler. Weitere Schlüsselspieler sind Abwehrspieler Kristoffer Ajer vom FC Brentford, der Ex-Leipziger Alexander Sørloth, der Dortmunder Julian Ryerson oder der aktuelle RB-Flügelspieler Antonio Nusa. Das Team hat gewachsene Strukturen, Trainer Ståle Solbakken (ehemals 1. FC Köln) ist seit Dezember 2020 im Amt, in dieser Zeit gelang ein Sprung in der Weltrangliste von Platz 43 auf 29. In der WM-Qualifikation gelangen 37 Tore in acht Spielen. Bei der WM hat Norwegen eine starke Gruppe mit Frankreich, Senegal und Außenseiter Irak bekommen, Aber große Namen gab es auch schon in der Qualifikationsgruppe. Trotzdem gewann Norwegen alle acht Spiele und wurde Erster - vor Italien.

    Schon 2022 wurde Japan Gruppensieger vor Deutschland und Spanien.
    Schon 2022 wurde Japan Gruppensieger vor Deutschland und Spanien. Foto: Tom Weller, dpa

    Japan

    Wie gefährlich das japanische Team sein kann, musste zuletzt auch die DFB-Auswahl erfahren. Mit 1:2 im November 2022 ging bei der jüngsten WM das erste Gruppenspiel verloren, was bekanntlich auch der Anfang vom Ende für die Nationalelf war. Als Bundestrainer Flick ein Jahr später auch das nächste Aufeinandertreffen verlor, musste er gehen. Im WM-Achtelfinale 2022 scheiterte Japan denkbar knapp im Elfmeterschießen an Kroatien, das danach bis ins Halbfinale einziehen sollte. Seither haben die Asiaten nochmals einen großen Schritt nach vorne gemacht. Japan steht aktuell auf dem 15. Platz der Weltrangliste und gilt als nicht weniger als das beste asiatische Team seit langer Zeit. Trainer Hajime Moriyasu steht seit 2018 an der Seitenlinie. Dazu kommt die individuelle Klasse: Noch vor zehn Jahren spielten viele japanische Nationalspieler hauptsächlich in der heimischen J-League. Aus dem aktuellen 26er-Kader sind es nur noch drei. Ritsu Doan (Frankfurt), Kaishu Sano (Mainz) oder Hiroki Ito (FC Bayern) zählen auch in der Bundesliga zu den begehrtesten Spielern. Zur aktuellen WM reist Japan mit sechs Siegen in Folge an - unter anderem gelang Ende März ein 1:0-Sieg gegen England in Wembley.

    Türkei

    Die goldene Regel bei jedem Turnier, an dem die Türkei teilnimmt: Immer gehört das Team dann auch zum Kreis der Geheimfavoriten. Ist natürlich auch diesmal so. Mit Arda Güler (Real Madrid) sowie den beiden in Regensburg geborenen Kenan Yildiz (Juventus) und Can Uzun (Frankfurt) sind viele junge Spieler im Kader, die bei ihren Klubs Leistungsträger sind. Dazu kommen erfahrene Kräfte wie Kapitän Hakan Çalhanoğlu von Inter Mailand. Bei der ersten WM-Teilnahme seit 24 Jahren zehrt das junge Team von den Erfahrungen, die es bei der EM vor zwei Jahren gemacht hat. Zudem ist ein Stück Italien bei der WM auch dabei: Vincenzo Montella, ehemaliger italienischer Nationalspieler, coacht das Team seit 2023. Einer seiner ersten Erfolge war ein Testspielsieg gegen Deutschland. Mit ihm gelang nicht nur die WM-Quali, sondern auch der Aufstieg in die höchste Liga der Nations League. Dazu kommt: Die Türkei hatte Glück bei der Gruppenauslosung. Gegen die USA, Paraguay und Australien scheint auch der Gruppensieg möglich.

    Ecuador

    In der deutschen Gruppe reden viele von der Elfenbeinküste und vergessen Ecuador - zu Unrecht. Denn das Team ist derzeit eine der am meisten unterschätzten Nationalmannschaften der Welt und hat eine der besten Qualifikationen seiner Geschichte gespielt: Nur Argentinien lag am Ende vor der Mannschaft. Ecuador, das die Qualifikation sogar mit einem Drei-Punkte-Abzug begann, landete am Ende vor Nationen wie Uruguay, Kolumbien und Brasilien. Vor allem die Defensive ist das Prunkstück der Mannschaft. Ecuador kassierte in der gesamten WM-Qualifikation nur 5 Gegentore in 18 Spielen – der mit Abstand beste Wert aller südamerikanischen Teams. Im Kader stehen mit den Innenverteidigern Willian Pacho (Paris, ehemals Frankfurt) und Piero Hincapie (Arsenal, ehemals Leverkusen) sowie dem defensiven Mittelfeldspieler Moises Caicedo (FC Chelsea) absolute Extraklasse für die Verteidigung. Die deutsche Nationalmannschaft sollte das Weiterkommen schon vor dem Treffen mit den Südamerikanern im letzten Gruppenspiel perfekt gemacht haben - ein Finale gegen Ecuador ist keine gute Idee.

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