Wenn die Haut brennt, ist nicht immer ein Sonnenbrand schuld: Manchmal sind auch Antibiotika, Kosmetik-Produkte oder Schmerzmittel Schuld an der Misere.
Von Alistair Lamont|26.10.19 - aktualisiert:
Antibiotika: Rote Haut trotz Sonnencreme
Antibiotika und Schmerzmittel, aber auch Johanniskraut-Präparate und sogar bestimmte Kosmetika oder Sellerie können bewirken, dass man trotz höchsten Lichtschutzfaktors in der Sonnencreme eine rote Haut bekommt. Obwohl sich in manchen Fällen sogar die Haut schält, handelt es sich dabei um keinen Sonnenbrand, sondern um eine „phototoxische Reaktion“, ausgelöst durch chemische, so genannte photosensibilisierende Substanzen in der entsprechenden Creme.
Wenn die Zelle stirbt
Mit Photo hat das natürlich nichts zu tun. Vielmehr kommt der Ausdruck vom griechischen Wort für Licht: Photos. Auf dieses Sonnen- und Solariumslicht aber reagieren bestimmte Stoffe, indem sie die darin enthaltene energiereiche UV-A-Strahlung „schlucken“ und dann als Energie-Überschuss an Bestandteile der Hautzellen abgeben, zum Beispiel an Teile der schützenden Zellhülle oder an die Erbsubstanz DNA. Diese nehmen bei der Energieaufnahme Schaden. Kann dieser nicht behoben werden, stirbt die Zelle ab - die sonnenbrandähnlichen Symptome sind die Folge.
Besser im Schatten bleiben
Seinen Urlaub muss aber deswegen niemand absagen, der eine Infektion mit Antibiotika auskuriert oder Schmerzmittel nimmt: Ganz wie ein normaler Sonnenbrand lassen sich auch phototoxische Reaktionen mit langer Kleidung, einem Sonnenhut und dem bevorzugten Aufenthalt im Schatten vermeiden.