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Augsburger Verkehrsverbund: Einsteigen, umsteigen, aussteigen

Augsburger Verkehrsverbund

Einsteigen, umsteigen, aussteigen

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    „Ich steige um 6.50 Uhr in Wertingen in den Bus ein und steige kurz vor halb acht am Hauptbahnhof in Augsburg aus dem Zug aus.“Vizelandrat Alfred Schneid
    „Ich steige um 6.50 Uhr in Wertingen in den Bus ein und steige kurz vor halb acht am Hauptbahnhof in Augsburg aus dem Zug aus.“Vizelandrat Alfred Schneid

    Landkreis Dillingen Mehr Direktverbindungen aus dem Landkreis Dillingen ins schwäbische Oberzentrum Augsburg wären gut. Dies wurde beim Zwischenbericht zum neuen Nahverkehrsplan des Augsburger Verkehrsverbunds (AVV) vorgetragen. Die Bestandsaufnahme und Analyse der Gutachter Irene Burger und Rimbert Schürmann von der Firma Ptv kann aber nur eine Arbeitsgrundlage für weitere Überlegungen sein, waren sich die Teilnehmer bei der Expertenrunde im Aichacher Landratsamt einig.

    Mit dabei bei der Präsentation und der anschließenden Diskussion war auch der stellvertretende Dillinger Landrat Alfred Schneid. Er selbst nutzt seit vielen Jahren selbst das Angebot des AVV und pendelt täglich von seinem Wohnort Wertingen nach Augsburg. Und das geht ziemlich flott. „Ich steige um 6.50 Uhr in Wertingen in den Bus ein und steige kurz vor halb acht am Hauptbahnhof in Augsburg aus dem Zug aus“, kann Schneid über eine Fahrtzeit von knapp 40 Minuten nicht klagen.

    . Dabei muss er sogar in Meitingen vom Bus in einen Regionalexpress der Bahn umsteigen. Es gibt aber auch AVV-Linien, die im Landkreis Dillingen beginnen und bei denen es auf der Fahrt ins Oberzentrum nach Augsburg zu keiner Brechung wie bei der Fahrt von Alfred Schneid kommt. Nehmen wir als Beispiel die Linie 9109. Da fährt der Bus in der Rosenstraße in Dillingen um 7.28 Uhr ab und erreicht über die Zwischenstationen Fristingen, Kicklingen, Wertingen, Laugna, Emersacker, Heretsried und Hirblingen den Augsburger Hauptbahnhof um 8.50 Uhr – nach 1:22 Stunden ist man also am Ziel. Diese Verbindung werde vor allem von älteren Leuten genutzt, berichtet Georg Wörishofer, der zuständige Planer und Organisator für den öffentlichen Personennahverkehr im Dillinger Landratsamt.

    Knapp eineinhalb Stunden mit einem Bus von Dillingen nach Augsburg unterwegs zu sein – das geht mit dem Zug über Donauwörth nur acht Minuten schneller (Abfahrt in Dillingen 7.07 Uhr, Ankunft Donauwörth 7.30 Uhr, Umsteigen und Weiterfahrt nach Augsburg um 7.43 Uhr, Ankunft Hauptbahnhof 8.21 Uhr). Wer allerdings in Holzheim wohnt und zum 7.07 Uhr-Zug in Dillingen zuerst einen Zubringerbus (Abfahrt um 6.35 Uhr in der Römerstraße) braucht, der ist nach Augsburg insgesamt sogar 1:46 Stunden unterwegs. „Möglicherweise gibt es schnellere Verbindungen“, sinniert Georg Wörishofer und denkt dabei an eine direkte Buslinie von Holzheim über Zusamzell, Welden, Adelsried, Aystetten und Neusäß nach Augsburg. Dass der öffentliche Nahverkehr aufgrund der hohen Treibstoffpreise immer lukrativer wird, davon ist Wörishofer überzeugt.

    Auch Alfred Schneid ist ein großer Freund der öffentlichen Verkehrsmittel und hofft, dass nach der Bestandsanalyse von Aichach und den aufgezeigten Mängellisten Nachbesserungen vorgenommen werden. Vor allem auch für den Raum Buttenwiesen-Unterthürheim, wo es derzeit keine einzige direkte Verbindung nach Augsburg gibt (siehe Grafik). Schneid wünscht sich vor allem zu den Stoßzeiten eines möglichen Mittelzentrums Wertingen ins Oberzentrum Augsburg mehr direkte Verbindungen ohne Umsteigevorgänge. Auf den Prüfstand gehören auch die Verbindungen vom Zusamtal nach Donauwörth. Dabei tauchten bei der Sitzung in Aichach aber Unklarheiten hinsichtlich des Verknüpfungspunkts zur Bahn auf. In den schriftlichen Unterlagen war „Meitingen“ vorgesehen, in der Präsentation war plötzlich von „Mertingen“ die Rede.

    Es gab aber in dem Zwischenbericht viele positive Ansätze, was den AVV und die Region Zusamtal betrifft, wie Alfred Schneid lobend erwähnt. Dass die Region „Zusamtal“ bei der Überprüfung und Fortschreibung der Firma Ptv einer von vier „großen Planfällen“ im gesamten Gebiet des Augsburger Verkehrsverbundes ist, stimmt den Vizelandrat zuversichtlich, dass noch an manchen Stellschrauben gedreht wird.

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