Diesem Neubau des vierten städtischen Kindergartens in Wertingen zwischen dem Baugebiet „Thürheimer Straße“ und Industriestraße wehte vor Baubeginn ein starker Wind entgegen. Zum einen fanden langwierige Diskussionen über die Notwendigkeit eines neuen Kindergartens am Rande eines Wohngebietes statt. Zum anderen breitete sich das Coronavirus immer weiter aus, sodass der Beginn der Bauarbeiten äußerst gut strukturiert und geplant werden musste. Doch allem Widerstand zum Trotz haben Anfang April die ersten Aushubarbeiten begonnen, heißt es in einer Pressemitteilung.
Als Bauherrnvertreter vor Ort für dieses wichtige städtische Projekt ist Markus Felber von der technischen Bauverwaltung zuständig: „Unser Baubeginn war kurz vor Ostern am 6. April, inzwischen sind wir schon dabei, Vorarbeiten für die Bodenplatte der Teilunterkellerung durchzuführen.“ Weiter berichtet Felber: „Die überbaute Gesamtgrundfläche des größtenteils eingeschossigen Gebäudes hat knapp 1000 Quadratmeter.“ Das Bauunternehmen habe inzwischen 750 Kubikmeter Humus weggeschafft und bei der Fläche werden insgesamt rund 1300 Kubikmeter Erdreich ausgehoben.
Wertingens Bürgermeister Willy Lehmeier wartet mit Zahlen auf: „Die Stadt Wertingen investiert für den neuen Kindergarten rund 3,5 Millionen Euro.“ An zehn Fachfirmen seien bereits Aufträge erteilt worden. „Die größte Summe von rund 1,1 Millionen Euro fielen auf die Baumeister- und Zimmererarbeiten, da wir den Kindergarten als Holzbau errichten.“ Lehmeier erklärt die Vorteile dieser Bauweise: „Ein Holzbau weist hohe Vorfertigungsgrade auf und verkürzt dadurch die Bauzeit.“ Außerdem spiele für die Kleinen auch der Wohlfühlcharakter im Inneren durch großzügige, helle Holzoberflächen eine große Rolle, so der Bürgermeister. Weiter habe man im Bau- und Umweltausschuss der Stadt Wertingen auf die ökologische Nachhaltigkeit sowie auf einen geringeren Energiebedarf bei der Errichtung und für den Unterhalt geachtet. Lehmeier erläutert weitere Daten und Zahlen zu den Ausgaben für den neuen Kindergarten: „Für die Heizungs- und Sanitärarbeiten, die Elektroinstallationen und Klempnerarbeiten sowie die Dachabdichtungsarbeiten und für kleinere Gewerke wie den Gerüstbau und den notwendigen Sonnenschutz haben wir derzeit Aufträge in Summe von weiteren 874000 Euro erteilt.“ Ein besonderes Augenmerk legt Lehmeier auf die ebenfalls bereits beauftragten Arbeiten für die Raumlufttechnik, die mit rund 126000 Euro zu Buche schlagen. „Die Entscheidung für eine Lüftungsanlage wurde getroffen, um die Luftqualität bei hoher Belegung sowie in heißen Sommermonaten zu verbessern, ebenso können damit geringere Energieverluste im Winter erzielt werden.“ Auch der Austausch von verbrauchter Atemluft und Feuchtigkeit mit frischer Luft werde mit dieser Lüftungsanlage kontrolliert geregelt. „Damit sind für den Neubau bisher rund 2,1 Millionen Euro vergeben“, so Lehmeier. Neben den Gesamtkosten für den Bau des neuen Kindergartens in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro seien weitere Haushaltsmittel für die Ausstattung der Innenräume sowie für eine Fotovoltaikanlage vorgesehen. Hier erwarte die Verwaltung laut den Angaben des Bürgermeisters Kosten in einer Gesamthöhe von 360000 Euro.
Am Stadtrand von Wertingen soll laut Stadtverwaltung ein neuer „Wohlfühlkindergarten“ mit drei Kindergartengruppen und zwei Krippengruppen für rund 100 Kinder entstehen. (pm)