Der neue Container steht am Rathaus in Laugna. Derzeit laufen im Hintergrund die Vorbereitungen für die Betriebserlaubnis. Liegt diese vor, können die Kleinen des Kindergartens dort einziehen. Die neuen Container waren ein Thema, das bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Laugna besprochen wurde. „Unser Kindergarten platzt aus allen Nähten“, erklärte Bürgermeister Johann Gebele im Nachgang zur Sitzung. Derzeit werden in der Einrichtung 65 Buben und Mädchen betreut. Das hatte zur Folge, dass der Bewegungsraum in einen Gruppenraum umgewandelt wurde. Doch nun fehle eine Räumlichkeit, wenn beispielsweise Erzieherinnen mit den Vorschulkindern gesonderte Projekte machen wollen.
Aus diesem Grund hatten sich die Verantwortlichen für die Containerlösung entschieden. „Wir brauchen diese Räumlichkeit zwingend als Ausweichraum“, so Gebele. Die Kinder seien zwischenzeitlich auch im Sitzungssaal betreut worden. Doch dies sei nur eine Übergangslösung gewesen. Der Container biete eine Nutzfläche von 50 Quadratmetern und solle laut Gebele für die nächsten fünf bis sechs Jahren Bestand haben. Dann werde man schauen, wie sich die Kinderzahlen entwickeln und wie der Platzbedarf aussieht. Der Vorteil der Container sei, dass diese wieder problemlos zurückgebaut werden könnten, da diese keinen Betonsockel haben.
Kanalsanierung in Laugna: Gebele berichtet über Schäden in der Fuggerstraße
Ein weiteres Thema bei der Gemeinderatssitzung war die anstehende Kanalsanierung. Die Abwasserleitungen waren mit einer Kamera befahren worden. Laut Gebele habe sich dabei herausgestellt, dass ein Drittel der Leitungen schadhaft sei. Somit stehen in den nächsten zehn Jahren einige Sanierungen an und die Gemeinde muss viel Geld in die Arbeiten im Untergrund stecken. Derzeit gehen die Fachleute davon aus, dass dafür rund 2,8 Millionen Euro fällig werden.
Bei einer Abwasserleitung ist der Schaden so schlimm, dass möglichst schnell gehandelt werden muss. Wie der Rathauschef erklärt, handelt es sich dabei um ein 80 Meter langes Leitungsstück im Bereich Fuggerstraße. Laut Gebele wurde der entsprechende Auftrag schon vergeben. Die Arbeiten sollen noch Ende dieses Jahres oder Anfang 2026 starten. Zum Zuge kommt hierbei das sogenannte Inlinerverfahren. Dabei wird ein flexibler Schlauch (der „Liner“) mit einem speziellen Harz getränkt und in das defekte Rohr eingeführt. Der Liner härtet aus und bildet ein neues, dichtes und statisch selbsttragendes Rohr. Außerdem wird ein Ingenieurbüro eine Prioritätenliste aufstellen, welche Abwasserleitungen im Gemeindegebiet als nächste saniert werden sollen.
Bürgermeister Johann Gebele kandidiert für den Kreistag
In der jüngsten Sitzung ging es auch um einige Bauanträge. Dabei wurde ein Häuslebauer eingebremst. Konkret ging es dabei um die Errichtung eines Wohnhauses mit Garagen in Osterbuch. Der Rat lehnte den entsprechenden Bauantrag ab. Der Grund: Laut Gebele seien auf dem Gelände bereits Geländeveränderungen vorgenommen worden, ohne dass diese genehmigt waren. Der Bauherr musste diese Arbeiten einstellen, so Gebele. Außerdem muss der Bauherr seine Pläne und die Höhenlagen nacharbeiten.
Der Rat diskutierte auch länger über die Aufstockung eines Gebäudes in Bocksberg. Dort sollen auf einem ehemaligen Stall neue Wohnräume entstehen. Allerdings hat der geplante Bau laut Gebele ein relativ steiles Dach und somit wirke der hintere Gebäudeteil später einmal sehr wuchtig. Baurechtlich sei das Vorhaben erlaubt, so Gebele. Der Rat entschloss sich schließlich dazu, den jungen Leuten aus der Gemeinde die Chance zur Nachverdichtung zu geben. Abschließend gab Johann Gebele bekannt, dass er als parteiloser Kandidat auf der Liste der Freien Wähler für den Kreistag kandidieren werde.
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