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Hohenreichen: In Hohenreichen drängt die Hochwasser-Problematik

Hohenreichen

In Hohenreichen drängt die Hochwasser-Problematik

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    Bürgermeisterkandidat Bernhard Uhl im Gespräch mit den Bewohnern beim Dorfrundgang durch Hohenreichen.
    Bürgermeisterkandidat Bernhard Uhl im Gespräch mit den Bewohnern beim Dorfrundgang durch Hohenreichen. Foto: Juliane Stauch

    Ende des 19. Jahrhunderts wuchs auf dem Schlossberg in Hohenreichen kein Baum. Heute – beim Dorfrundgang mit Bürgermeisterkandidat Bernhard Uhl – klagen die Hohenreichener über „Wildwuchs“. „Es wäre schön, wenn dort oben ein wenig ausgelichtet würde und wir wieder aufs Dorf runterschauen könnten“, so der Wunsch an den Kandidaten, der von SPD und Grünen unterstützt wird.

    Aus dem Waldkindergarten in Hohenreichen wurde nichts

    Und noch ein Baum-Thema stört die Hohenreichener. Am Hang hinter dem Schützenheim und dem Kinderhaus sollte vor einigen Jahren ein Waldkindergarten entstehen. Daraus wurde nichts mangels Interessenten. Warum dennoch zum Teil abgeholzt wurde, verstehe kein Mensch. Auch mit dem nahegelegenen Stadtwald ist man unzufrieden. Dort gebe es viel Käferholz, monieren die Privatwaldbesitzer, die für ihre Bäume eine Beeinträchtigung fürchten.

    Es gibt aber noch drängendere Probleme: den Hochwasserschutz. Die geplante Erhöhung eines Feldweges zum Rückhalt lasse auf sich warten. Die größte Gefahr bestehe bei Starkregen durch die Wassermassen, die aus Richtung Gottmannshofen kommen: „Da schießt das Wasser die Straße runter zu uns rein ins Dorf.“ Später berichtet Kandidat Uhl vom Sturzflutmanagement, das er in Zusmarshausen, wo er aktuell noch Bürgermeister ist, praktiziert.

    In Hohenreichen setzen die Bewohnerinnen und Bewohner viel auf „Eigenleistung“

    Die Hohenreichener klagen nicht nur – sie sind stolz auf ihr Dorf, wie es sich im Gespräch mit Georg Humbauer, dem früheren Ortssprecher, seinen Söhnen Tobias und Michael Humbauer, mit Horst Dirr, Kirchenpfleger Hans Schuster, Franziska Deisenhofer, Thomas Hack und anderen zeigt. „In unserem Ort wurde immer schon viel selbst gemacht“, berichtet Feuerwehrkommandant und Stadtrat Michael Humbauer. Der Pavillon am Dorfplatz ist „komplette Eigenleistung“ und auch beim Bau des neuen Feuerwehrhauses packte die Dorfgemeinschaft an. Im früheren Raiffeisen-Lagerhaus ist heute Platz für größere Feste. Zusammen mit dem Nachbardorf wurde ein gemeinsamer Friedhof in Bliensbach konzipiert – „selbst geplant und gebaut“, lassen die Hohenreichener wissen. (AZ)

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