Die Bedeutung der Feuerwehren ist für einen kleinen Ort wie Bliensbach enorm. Im Wertinger Stadtteil gehe nichts ohne die freiwilligen Helfer und Helferinnen, die nicht nur für den Brandschutz, sondern für den Zusammenhalt im Ort gebraucht werden, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Beim Besuch des parteilosen Bürgermeisterkandidaten von Grünen und SPD, Bernhard Uhl, standen deshalb die Aktivitäten der Feuerwehr, die die Vorsitzenden Christian Mairshofer und Reinhard Gribl schilderten, im Fokus.
Das alte Einsatzfahrzeug der Bliensbacher Feuerwehr hat viele Jahre auf dem Buckel
Der Rundgang durch den Ort führte auch ins Feuerwehrhaus, wo ein Tragkraftspritzenanhänger untergebracht ist. Der Anhänger selbst hat viele Jahre auf dem Buckel und muss im Ernstfall von einem Traktor oder Kleinlastwagen zum Brandort gezogen werden. „Wer halt gerade ein Zugfahrzeug freihat, der kommt dann und befördert den Anhänger weiter“, schilderten die Feuerwehrler die Situation, mit der sie nicht zufrieden sind. Ein neueres Einsatzfahrzeug und ein Mannschaftswagen wären ihrer Ansicht nach die passende Ausrüstung. Denn die Einsatzkräfte kommen mit dem Privatauto, wenn es brennt.
Bliensbach ist geprägt von alten, oft großen bäuerlichen Anwesen mit neuer Nutzung. Etliche Häuser auf großen Grundstücken stehen leer. Hier gibt es Potenzial für neues Wohnen. Uhl kennt die „nicht ganz einfache Situation“ von seiner Zeit als Bürgermeister in Zusmarshausen. Denn die Kommune habe hier nur Möglichkeiten, über das Baurecht oder einen Bebauungsplan einzuwirken. Meist dauere es Jahre, bis ein bestehender oder neuer Besitzer oder Investor sich um ein verwaistes Anwesen kümmere.
Der nächste Rundgang findet in Hohenreichen statt
Dann durften die Besucher in Bliensbach noch einen Blick auf das Gewölbe eines alten Bierkellers werfen. Und auch die renovierte Kirche Sankt Margaretha mit ihrer großen Orgel hinterließ einen bleibenden Eindruck. Der nächste Rundgang des Bürgermeisterkandidaten mit seinen Unterstützern findet in Hohenreichen statt. Am Samstag, 6. Dezember, 14 Uhr, treffen sich alle Interessierten am Schützenheim. (AZ)
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