Reichlich Gesprächsbedarf gab es bei einem Tier, das – anders als der silberne Ochse auf dem Gemeindewappen – für einen hohen Schmusefaktor steht: Katzen. Der Antrag einer Bürgerin, der später mit Mehrheit abgelehnt wurde, lenkte die Aufmerksamkeit auf eine sogenannte Katzenschutzverordnung, die bayernweit bisher nur in einem Dutzend der rund 2500 Gemeinden gilt. Das vom bayerischen Umweltministerium gewünschte Regelwerk soll vor allem der Gesundheit der beliebten Vierbeiner dienen, von denen es im Freistaat knapp drei Millionen gibt. Es sieht die Kennzeichnung per Tätowierung oder Chipausstattung sowie die Kastrierung vor und soll eine vielerorts stattfindende „wilde“ Vermehrung beschränken. Keine einfache Aufgabe, wie auch die zeitweise konträr verlaufende Debatte im Gemeinderat zeigte. Zumal es dabei auch um die Klärung von Kosten – oder Haftungsfragen geht. Dieter Meißle: „Wenn da ein Tier verletzt wird, will es keiner gewesen oder zuständig sein.“ Und: Was tun, wenn im Nachbarort eine andere Regelung getroffen wird?
Villenbach
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