Ein Landwirt aus Laugna benötigt eine neue Güllegrube. Das wäre an sich kein Problem. Doch laut der Planung würde das Bauwerk, das einen Durchmesser von 18 Metern hat, bis zu fünf Meter aus dem Boden ragen. Doch anders ginge es nicht, erklärte der Landwirt den Ratsmitgliedern bei der Laugnaer Gemeinderatssitzung am Mittwochabend.
Bereits zuvor hätte er bei seiner bisherigen Güllegrube Probleme mit Wasser gehabt. Aus diesem Grund könne die neue Güllegrube am geplanten Standort nur einen Meter im Boden versenkt werden. Die Höhe würde dann ungefähr der Dachtraufe der daneben stehenden Halle gleichen.
Laugnaer Landwirt benötigt die Güllegrube dringend
„Wichtig ist, dass es begrünt wird“, erklärte Bürgermeister Johann Gebele in Bezug auf die riesige graue Betonwand, mit der man, laut Aussage des Landwirts, „keinen Schönheitspreis gewinnen“ würde. Jedoch sei die Grube für den weiteren Betrieb der Landwirtschaft nötig, da nur noch drei Monate im Jahr Gülle geführt werden dürfe. In den übrigen neun Monaten müsse dann die große Menge an tierischen Ausscheidungsprodukten irgendwo gelagert werden.
Auch Ratsmitglied Marion Bußmann sah das ein, zudem hob sie hervor, dass der besagte Landwirt Begrünungsauflagen in der Vergangenheit stets anstandslos eingehalten hätte. Gemeinderat Georg Langenmair machte sich Sorgen wegen der unmittelbaren Nähe zur angrenzenden Staatsstraße. Gebele erklärte jedoch, dass das zu einem späteren Zeitpunkt geklärt würde. Außerdem meinte er, 15 Meter hohe Futtersilos würden auch auf Höfen stehen, dann sollte die Grube ebenfalls machbar sein, solange sie begrünt wird. So stimmte auch der Rat dem Vorhaben geschlossen zu.
Bocksberger Firma will Betonfläche um 2000 Quadratmeter erweitern
Eine Firma in Bocksberg möchte ihre Lager- und Behandlungsfläche erweitern. Der Inhaber wollte jedoch aufgrund von Corona nicht das Risiko eingehen, der Sitzung beizuwohnen. Geplant ist die Erweiterung um 2000 Quadratmeter Betonfläche. Dabei gab es jedoch ein schwerwiegendes Problem: Bereits im Moment treten aus dem Betriebsgelände der Firma größere Mengen von tiefbraunem Wasser aus, wie Bilder von Gemeinderätin Marion Bußmann zeigen.
Nun kam im Rat die Befürchtung auf, dass dieses Problem noch gravierender würde, falls die jetzt schon große, bodenversiegelnde Betonfläche, noch erweitert würde. Ratsmitglied Christian Finkel erklärte zudem, dass laut Wasserschutzverordnung das Auffangbecken allgemein nur zu zwei Dritteln volllaufen dürfe, was wohl bereits jetzt überschritten sei. Der Gemeinderat war sich einig, dass zum momentanen Zeitpunkt keine Zustimmung zum Vorhaben möglich sei. Zunächst müsse geklärt werden, wo und warum das Wasser überhaupt austritt.
Eine Bauvoranfrage in Bocksberg
Für ein Grundstück in Bocksberg wurde eine Bauvoranfrage für ein Einfamilienhaus gestellt. Dabei handelt es sich um eine Nachverdichtung bereits bebauter Flächen, somit hätte der Rat kein Problem damit, wie Bürgermeister Gebele erklärte.
Der Zugang soll nicht von der Hauptstraße aus, sondern von Richtung Berg aus erfolgen. Der dafür benötigte Weg gehört zwar der Gemeinde Laugna, jedoch wurde dem Bauherren die Sorgepflicht dafür übertragen, da nur dieser sie nutzen müsste.
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