Die Firma Ulrich Reitenberger Bau in Asbach plant, ihr Firmengebäude zu erweitern. Laugnas Bürgermeister Johann Gebele sagte in der Ratssitzung am Mittwochabend: „Es macht stolz, wenn man ein solches Unternehmen in der Gemeinde hat.“ Dabei hat er sowohl die umliegenden Gebäude und die Anwohner im Blick als auch, der Firma die Möglichkeit zur Entwicklung zu geben, um sie am Ort zu halten.
Damit sich die Ratsmitglieder vorstellen konnten, wie viel die Firma Reitenberger imstande ist zu leisten, sagte Ulrich Reitenberger: „Wir bauen im Durchschnitt 1,3 Wohnungen täglich.“ So gehört auch Manuel Hörmann als Architekt zu den rund 180 festangestellten Mitarbeitern. Zusätzlich arbeiten noch 150 Leute von Subunternehmern auf den Reitenberger-Baustellen, wie der Geschäftsführer erläuterte.
Reitenberger braucht mehr Fläche in Asbach
Vor vier Jahren sei das Büro an der Lindenstraße in Asbach eigentlich schon größer als nötig gebaut worden, doch in Corona-Zeiten wurde schon mancher Besprechungsraum in ein Büro umgewandelt. „Wir schaffen es, viele gut ausgebildete Mitarbeiter nach Asbach zu bringen“, führte Reitenberger aus, dass die Voraussetzungen vor Ort keinen Anlass bieten, Räume in Augsburg zu beziehen, obwohl manche Wege von dort aus kürzer wären. Reitenberger sei ein Familienunternehmen und in Asbach beheimatet, so werde die Erweiterung vor Ort auch als beste Lösung gesehen.
Das Firmengebäude soll um eine komplette Ebene aufgestockt werden, in der 25 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, zusätzlich eine „Kreativ-Zone“ mit Café. Zusätzlich soll auf dem rückwärtigen Bereich des Daches eine Küche mit Essensbereich für 25 bis 30 Mitarbeiter geschaffen werden, mit dem Außenbereich finden dort bis zu 60 Personen Platz. Inklusive Dachaufbauten ist das Gebäude bisher elf, nach der Erweiterung 14 Meter hoch. Der Vater des Geschäftsführers, Ulrich Reitenberger senior, der ebenfalls bei der Sitzung war, hat bereits mit den Anwohnern gesprochen. Diese hätten ihm gegenüber bestätigt, dass sie sich durch die Aufstockung nicht belästigt fühlen, auch nicht durch den Lagerplatzbetrieb. Sie sicherten zu, auch ihr Einverständnis zur Erweiterung durch ihre Unterschrift auf dem Bauplan zu geben, so Reitenberger.
Die Gemeinde ist froh, das Unternehmen am Ort zu haben
Parkplätze werden ebenfalls geschaffen, auf Grundstücken, die der Firma bereits gehören. „20 mehr als vorgeschrieben“, versicherte Hörmann, bei der Vorgabe ein Stellplatz pro 40 Quadratmeter Nutzfläche. Bürgermeister Gebele berichtete vom derzeitigen Zustand: „Die Lindenstraße ist frei befahrbar, das funktioniert.“ Die sicherste Variante, damit sowohl die Gemeinde als auch die Firma baurechtlich abgesichert sei, wäre ein Bebauungsplan, sind sich Reitenberger und Bürgermeister Gebele einig. Geschäftsführer Reitenberger erklärte, dass bei der Aufstellung des Bebauungsplans noch Gutachten nötig seien, und Fachstellen am Landratsamt sowie weitere Behörden ihre Stellungnahmen abgeben. Nachdem das bestehende Gebäude Teil des zu überplanenden Bereichs sei, hoffe er auf ein kurzes Verfahren.
Bürgermeister Gebele betonte, dass der Bebauungsplan nur dieses eine Grundstück einschließe. Der Gemeinde werden keine Kosten entstehen, sie profitiere jedoch und er hoffe, dass die Firma erfolgreich weiterarbeiten könne. Ratsmitglied Marion Bußmann ergänzte, dass die Bauausschussmitglieder das Vorgehen befürworten. Auch der Gemeinderat war sich einig und stimmte dem Beschluss zu, den Bebauungsplan aufzustellen.
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