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Musikalisch-literarischer Abend setzt Zeichen für Toleranz in Binswangen

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Musikalisch-literarischer Abend: „Ein WIR aus tausend Klängen“ in der Alten Synagoge Binswangen

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    Die Musiker des Dillinger Johann-Michael-Sailer-Gymnasiums eröffneten den Abend in der Alten Synagoge in Binswangen.
    Die Musiker des Dillinger Johann-Michael-Sailer-Gymnasiums eröffneten den Abend in der Alten Synagoge in Binswangen. Foto: Constantin Weiler

    „Redet nicht nur, fasst Mut und handelt!“ Wie ein roter Faden zog sich diese Kernbotschaft durch die Beiträge des Wahlkurses „Schule ohne Rassismus“ des Dillinger Sailer-Gymnasiums. Zusammen mit verschiedenen Musikgruppen stellten Lehrer, Schüler sowie die Schulleitung einen musikalisch-literarischen Abend unter den Slogan „Ein WIR aus tausend Klängen“. Die Gesamtperformance spiegelte ein beeindruckendes Bekenntnis der Schule zu einer Wertevermittlung mit dem Ziel einer gelingenden Demokratieerziehung.

    John Bubbett’s Lakeside Reflection, dargeboten von Lehrerin Magdalena Burr und den Schülerinnen Alina Burkhart, Alessandra Deramo sowie Leni Seiler.
    John Bubbett’s Lakeside Reflection, dargeboten von Lehrerin Magdalena Burr und den Schülerinnen Alina Burkhart, Alessandra Deramo sowie Leni Seiler. Foto: Constantin Weiler

    Zu Beginn stellte Anton Kapfer als Vorsitzender des Förderkreises Synagoge Binswangen die Historie der einstigen jüdischen Landgemeinde und die Schicksalshaftigkeit der ehemaligen Synagoge vor. Er betonte, dass sich die Veranstaltung wunderbar in das Mosaik der Erinnerungskultur einfüge. Letztendlich gehe es hierbei neben der historischen Aufarbeitung um die Bewusstmachung des Grundsatzes jeglichen friedlichen Zusammenlebens, nämlich die Unantastbarkeit der Menschenwürde.

    Vorstellungen von Glück, Freude und Hoffnung werden geäußert

    Im Beisein zahlreicher Ehrengäste aus der Kommunalpolitik sowie Vertretern von schulunterstützenden Fördereinrichtungen stellten sich Streicher- und Bläser-Ensembles sowie Gesangssolisten vor, die mit ihren Lehrkräften auf sehr hohem musikalischen Niveau agierten. Souveräne Beherrschung der einzelnen Instrumente führte zu harmonischem Zusammenspiel oder beeindruckenden solistischen Auftritten.

    Szenisches Spiel der Schülerinnen und Schüler des Arbeitskreises „Schule ohne Rassismus“.
    Szenisches Spiel der Schülerinnen und Schüler des Arbeitskreises „Schule ohne Rassismus“. Foto: Constantin Weiler

    Dazwischen gestalteten die Mitglieder des Wahlkurses spannende Einlagen in Form von szenischem Spiel, einer inszenierten Demo und eines Videos mit Akteuren aus der Elternvertretung sowie Repräsentanten der Schülerschaft. Darin äußerten sich die Protagonisten über ihre Vorstellungen von Glück, Freude und Hoffnung.

    Eshetu Mamoe rief in seinem ergreifenden Vortrag dazu auf, demokratische Werte zu schätzen und zu leben.
    Eshetu Mamoe rief in seinem ergreifenden Vortrag dazu auf, demokratische Werte zu schätzen und zu leben. Foto: Constantin Weiler

    Auch der Kurzvortrag eines ehemaligen Geflüchteten und mittlerweile gut integrierten Neubürgers aus Eritrea weckte beim Publikum anerkennende Emotionen: Eshetu Mamoe plädierte für Vertrauen, Respekt und menschliche Anerkennung gegenüber jedem Neuankömmling in einer Gemeinschaft. Eine internationale Note erhielt die Veranstaltung durch die Anwesenheit einer Schülergruppe aus Frankreich.

    „Respekt, Vertrauen und Engagement tragen unsere Gemeinschaft“

    Schülersprecherinnen des Sailer-Gymnasiums fassten in einer dialogischen Szene die Kernbotschaft des Abends analog zur Präambel der Schulverfassung zusammen: „Respekt, Vertrauen und Engagement tragen unsere Gemeinschaft. Dabei bilden Wertevermittlung und Herzensbildung tragende Säulen einer gelingenden Demokratieerziehung.“

    Das Streicherquintett mit Lehrerin Severine Pehl spielt John Williams‘ „Schindlers Liste“.
    Das Streicherquintett mit Lehrerin Severine Pehl spielt John Williams‘ „Schindlers Liste“. Foto: Constantin Weiler

    Oberstudiendirektorin Beate Merkel-Nagy sowie die Vorsitzende des Elternbeirats, Judith Zacher, zollten allen Akteuren hohe Anerkennung. Das Publikum in der voll besetzten Synagoge dankte mit stehenden Ovationen.

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