Für viele Feuerwehren im Kreis Dillingen sind in diesem Jahr 150 Jahre der Anlass, einmal so richtig zu feiern. Beim Musikverein Binswangen sind es gar 175 Jahre, die an vier Tagen im Juni zelebriert werden sollen. Denn nachweislich geht die Geschichte der Blasmusik in Binswangen auf das Jahr 1851 zurück. Gegründet wurde der Verein in seiner heutigen Form erst viel später, nämlich 1967. Wir haben alle wichtigen Infos zum Fest zusammengetragen:
Wann und wo wird das Jubiläumsfest in Binswangen gefeiert?
Die Festlichkeiten finden vom Donnerstag, 4. Juni, bis Sonntag, 7. Juni, auf dem Dorfplatz mitten in Binswangen statt. Gleich daneben befindet sich die Gemeindekanzlei (Hauptstraße 22).
Wo kann geparkt werden?
Für die Festtage steht ein eigener Parkplatz zur Verfügung – nämlich in einem großen Garten mitten im Ort. Wer von Wertingen aus kommend die Hauptstraße in Binswangen entlangfährt, kann nach der Abzweigung in die Gartenstraße auf die Parkfläche fahren. Der Platz wird aber auch ausgeschildert sein; Autos werden eingewiesen.
Wie sieht das Programm aus?
Robert Brandelik, Organisationsleiter der Banzger Blosn, und Ehrenvorsitzender Konrad Bühler machen deutlich: Der Musikverein möchte ein Fest auf die Beine stellen, das sich nicht nur an die Alten oder an die Jungen richtet. Alle Altersgruppen sollen in dem Zelt auf dem Dorfplatz zusammenkommen, mitmachen, mitsingen, mittanzen. Eine Besonderheit, die es bereits 2017 zum 50-jährigen Vereinsbestehen gegeben hat: Im Zelt wird sowohl vorn als auch hinten eine Bühne aufgebaut. Brandelik schildert: „So ist die Musik mitten im Zelt.“ Es sei ein Erlebnis. Der Bonus: Es gibt keine langen Umbauarbeiten, weil sich Auftritte auf beiden Bühnen abwechseln können.
- Donnerstag: Am 4. Juni geht es unter dem Motto „Wirtshausmusikanten“ los. Ab 17 Uhr heißt es „Binswangen singt“. Auch das Tanzen ist erwünscht. Die Liedtexte sind ausgelegt, alle dürfen mitsingen. Später treten auf: die Kapelle Massanari, der Lauterbacher Dreigesang, die Hoigarta-Muse und die Klarischnättra. Um 20 Uhr spielt „ScheinEilig“: Es handelt sich um vier Musiker, die Volksmusik im neuen Gewand präsentieren. Dabei trifft Tradition auf Moderne.
- Freitag: Am 5. Juni ist um 18 Uhr Einlass. „Klein-Böhmisch“, die Wasen-Gruppe der Binswanger Banzger Blosn, stimmt das Publikum ein. Um 20 Uhr spielt mit „Alpenblech“ eine Profikapelle. „Blasmusik der Spitzenklasse“ lautet das Motto. Es sei der einzige Abend, an dem man Eintritt verlangen müsse, so Brandelik und Bühler. Zehn Euro kostet die Karte im Vorverkauf über den Ticketshop des Vereins; zwölf Euro sind es an der Abendkasse.
Dass der Musikverein ausgerechnet „Alpenblech“ arrangiert hat, ist kein Zufall: Johannes Hauf, Dirigent der Binswanger Banzger Blosn, ist bei der Kapelle Ersatz-Schlagzeuger. Da sei die Sache ganz klar gewesen, so die Organisatoren. - Samstag: Am 6. Juni heißt es: „Blasmusik unter Freunden“. Um 16 Uhr geht es los mit dem Festakt. Unter anderem wird auch Landrat Markus Müller als Schirmherr anwesend sein. Einige Mitglieder, die bereits seit Jahrzehnten zum Verein gehören, werden geehrt. Um 17.30 Uhr folgt ein Sternmarsch mit vier Kapellen zum Dorfplatz, um 18 Uhr ein Gemeinschaftschor. Ab 19 Uhr spielen auf den beiden Bühnen zweimal zwei Kapellen abwechselnd und heizen die Stimmung an. Mit dabei sind Musikantinnen und Musikanten aus Zusmarshausen, Mödingen, Lauingen und Laugna-Bocksberg. „Das ist kein Wettbewerb, sondern soll Freude machen“, sagt Brandelik.
- Festsonntag: Am 7. Juni gibt es noch einmal einen ganzen Tag Festprogramm. Um 10 Uhr gestalten der Gesangverein Binswangen und ein Bläserensemble des Musikvereins den Festgottesdienst mit Wertingens Stadtpfarrer Rupert Ostermayer. Ab 11.30 Uhr steht der Mittagstisch mit Burgunderbraten und weiteren Speisen zu Musik von „Was wois i“ an. Um 14 Uhr beginnt das Jugendmusikfest. Zu Kaffee und Kuchen spielen die Jugendkapellen aus Binswangen, Zusamaltheim, Gundelfingen, Lauingen, Dillingen und Fristingen-Kicklingen. Es gibt einen Spielebereich für kleine und große Kinder, ein Kinderschminken und ein Instrumentenkarussell. Obendrein kommt das Spielmobil des Kreisjugendrings. Um 17 Uhr klingt das Fest mit Musik der Blaskapelle Unterthürheim aus.
Was gibt es zu essen und zu trinken?
Vor, während und nach dem Fest sind rund 250 Ehrenamtliche im Einsatz, schätzt Bühler. So wird auch die Küche vom Verein selbst gestemmt. „Wir sind unser eigener Festwirt“, sagt Brandelik und grinst. Zu essen gibt es zum Beispiel Pommes, Currywurst und Gyrosteller. Auch Gemüsebratlinge und -maultaschen stehen auf der Speisekarte. Das Highlight soll der Burgunderbraten am Sonntag sein. Draußen steht eine Weizenbar. Und auch eine Aperolbar sei derzeit in Arbeit.
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