Was die fünf jungen „Schwäbischwilden“ vor einem Jahr beim „Aufspieln beim Wirt“ in Gottmannshofen mit ihrer neuen Volksmusik versprochen haben, konnten sie im brechend vollen Zehentstadel in Pfaffenhofen einlösen – mit abwechslungsreichen Arrangements, furiosem Instrumentalspiel und fetzigen schwäbischen Liedern ohne Abstrichen. Dass das Quintett im Sommer 2024 mit dem Förderpreis Volksmusik des Bezirks Schwaben ausgezeichnet worden ist, war die logische Folge ihrer Experimentierfreude und Professionalität, mit der traditionellen Volksmusik kreativ und innovativ umzugehen. Akkordeonspieler Martin Hegele, Trompeter Lukas Linsmeier, Tubist Tobias Mittelmaier und die beiden Schwestern Magdalena mit der Klarinette und Johanna Held am Cello beweisen von der ersten Minute an: Mit ihrer Spielkunst und der gelungenen Mischung der Volksmusik aus aller Herren Länder können sie mühelos in die Fußstapfen der Wegbereiter der neuen Volksmusik wie Haindling oder La Brass Banda treten, ohne sie zu kopieren. Das verhindert allein schon der schwäbische Sound ihrer Sprache und Musik.
Pfaffenhofen/Lauterbach
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