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Edeka Südbayern droht Millionen-Abschreibung

Schutzschirmverfahren

Millionen Euro im Feuer: Feneberg-Insolvenz trifft auch Edeka

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    Die Feneberg-Kette hatte von Edeka Kredit bekommen.
    Die Feneberg-Kette hatte von Edeka Kredit bekommen. Foto: Alexander Kaya

    Die Krise der Allgäuer Einzelhandelskette Feneberg trifft auch die Edeka-Gruppe Südbayern. Edeka hatte Feneberg einem Bericht der Lebensmittel Zeitung zufolge Kredite über 30 Millionen Euro eingeräumt. Davon seien 20 Millionen als Nachrang-Darlehen gegeben worden. Die Rückzahlung des unbesicherten Kredits stehe in Frage. Dazu kämen Warenkredite. Im schlimmsten Fallen müssten die 30 Millionen Euro an Krediten abgeschrieben werden.

    Feneberg hatte in der vergangenen Woche ein Schutzschirmverfahren beantragt und will sich mit der bestehenden Geschäftsführung in Eigenverwaltung sanieren. Die Feneberg-Lebensmittel GmbH ist der größte selbstständige Lebensmittelhändler Deutschlands und betreibt 71 Filialen mit rund 3000 Beschäftigten – vor allem im Allgäu. Das Familienunternehmen Feneberg kooperiert bereits seit einigen Jahren mit dem Edeka-Verbund. Für Feneberg wird jetzt ein Investor oder Käufer gesucht.

    Verkaufsprozess für Feneberg gestartet

    „Der Verkaufsprozess ist gestartet“, sagte Geschäftsführer Stephan Leibold dem BR. Ob Feneberg am Ende des Prozesses damit weiter zu Edeka gehören wird, gilt der Lebensmittel Zeitung zufolge als nicht ausgemacht. In den kommenden Tagen wird es auch darum gehen, das Filialnetz zu überprüfen. „Im Mittelpunkt der Sanierung steht eine Überprüfung und Neuordnung des Filialnetzes“, hatte die Kanzlei Grub Brugger mitgeteilt, die Feneberg im Schutzschirmverfahren begleitet.

    Edeka hat Feneberg mehrere Millionen Euro geliehen.
    Edeka hat Feneberg mehrere Millionen Euro geliehen. Foto: Federico Gambarini, dpa

    Nicht jede Filiale wird wohl überleben: „Dauerhaft unwirtschaftliche Standorte werden kritisch bewertet“, heißt es. „Neben möglichen Schließungen prüft das Unternehmen ausdrücklich auch rechtliche und wirtschaftliche Übertragungen einzelner Filialen oder Filialgruppen auf einen oder mehrere Investoren, sofern sich hierfür tragfähige Lösungen ergeben.“ Das Ziel sei es, möglichst viele Standorte in geeigneter Struktur fortzuführen. Die Sorgen in den Filialen sind groß.

    Gutscheine werden nicht mehr eingelöst

    Bisher läuft der Verkauf in den Filialen aber regulär weiter, heißt es. Gutscheine allerdings verlieren erst einmal ihren Wert und können nicht mehr im Laden eingelöst werden. „Wir bedauern die Umstände im Rahmen des Schutzschirmverfahrens und die aktuelle Entwertung Ihres Gutscheins“, teilt Feneberg mit. Die Beträge können allerdings im Laufe des Insolvenzverfahrens als Anspruch angemeldet werden.

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