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  3. Energiekrise: Energiewende geht nicht schnell genug – auch schon vor der Krise

Energiekrise
20.01.2023

Energiewende geht nicht schnell genug – auch schon vor der Krise

Der Ausbau der Windenergie kommt in Bayern nicht schnell genug voran.
Foto: Julian Stratenschulte, picture alliance/dpa

Laut einer Studie der bayerischen Wirtschaft hatte die Energiewende bereits vor der Energiekrise ihre Ziele verfehlt. Gefordert wird ein deutlich schnellerer Umbau.

Die Energiewende kommt in Deutschland und Bayern nach wie vor nicht schnell genug voran. Das ist das Ergebnis einer Studie der Prognos AG im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw), die vor allem das Jahr 2021 – also die Zeit vor der akuten Energiekrise – betrachtet. Almut Kirchner, Energie- und Klimaschutzexpertin des Schweizer Wirtschaftsforschungsunternehmens, mahnte dabei Tempo an: "Deutschland und Bayern haben ihre Klimaziele verschärft, doch die Maßnahmen und Instrumente reichen nicht aus, um diese Ziele nachhaltig zu erreichen." Die Umsetzungs- und Handlungslücke sei gewachsen. 

Der vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt sagte: „Die Ergebnisse des Monitorings sind alles andere als zufriedenstellend. In drei von vier Kategorien – Bezahlbarkeit, Energieeffizienz/erneuerbare Energien und Umweltverträglichkeit – sind die Ergebnisse schlechter als im Vorjahr. Das muss ein Weckruf sein: Wenn die Energiekrise als Mutter aller Krisen gilt, ist die Energiewende die Mutter aller Krisenlösungen.“

Ausbau der Stromnetze bleibt ein Problem

Der Freistaat Bayern will bereits 2040 klimaneutral sein. Brossardt meint zwar, dass in Bayern "mit Hochdruck am Umbau des Energiesystems und der verstärkten Nutzung der Heimatenergien gearbeitet" werde, allerdings hat der Bundesverband Windenergie Bayern und Baden-Württemberg erst diese Woche beim Zubau der Windkraft deutlichen Aufholbedarf bescheinigt. Die beiden Südländer lägen hier in der Rangfolge der Bundesländer auf den hinteren Plätzen. Im Freistaat wurden laut Bundesverband im vergangenen Jahr gerade einmal 14 Windräder aufgestellt. Die inzwischen reformierte aber nach wie vor hoch umstrittene 10-H-Regel habe nun, meint Brossardt, "frischen Wind" für den Ausbau im Freistaat gebracht. Die auf Ex-Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) zurückgehende Vorschrift hatte den Ausbau der Windenergie in Bayern in den vergangenen Jahren quasi komplett ausgebremst.

Ein weiteres großes Problem bleibt der Ausbau der Stromnetze. Der verzögert sich – wie etwa die der Trassen SüdLink und SüdOstLink – teilweise um Jahre. Kirchner sagte dazu: "Wenn wir die Windkraft in den Süden bringen könnten, dann müssten wir hier nicht teure Kraftwerke anschmeißen. Das sind schon ein paar Milliarden Euro, mit denen man etwas Netteres anfangen könnte." Und Brossardt mahnt: "Wir brauchen ein zukunftstaugliches Stromnetz, das dezentrale Einspeisungen von Strom aus erneuerbarer Energie aushält. Im gleichen Zug müssen wir alle erneuerbaren Energien mit Höchstgeschwindigkeit ausbauen. Damit stärken wir das Energieangebot vor Ort und dämpfen die Preise." 

Prognos: Gas- und Strompreise waren auch 2021 deutlich gestiegen

Und laut Prognos sind die Preise für Gas und Strom schon 2021 – also vor Kriegsausbruch und Energiekrise – "deutlich" angestiegen. "Die Entwicklung der Strompreise ist und bleibt besorgniserregend. Beim Industriestrom belegen wir innerhalb der EU den vorletzten Platz, nur Zypern ist teurer" sagt Brossardt. Dieses Preisniveau koste Deutschland die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Für eine Industrienation bleibe bezahlbare Energie zentral. Deshalb sei, so Brossardts Forderung, die Absenkung der Stromsteuer "auf das EU-rechtliche Minimum nötig". Dringend erforderlich sei zudem ein einheitlicher Industriestrompreis, "am besten auf europäischer Ebene“.

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