Sie werden aus dem Briefkasten genommen oder liegen der Zeitung bei. Vor allem rund um Feste wie Ostern oder Weihnachten setzen viele Händler auf gedruckte Prospekte, Drogerien und der Lebensmitteleinzelhandel verteilen sie meist sogar wöchentlich. Und dies zurecht: Denn das gedruckte Prospekt bleibt das wichtigste Medium in der Werbung. Dies zeigt eine neue Studie des Forschungsinstituts IFH Media Analytics, für die 1000 Verbraucherinnen und Verbraucher befragt worden sind. Nahezu alle Befragten – 97 Prozent – blättern demnach zumindest gelegentlich in Printprospekten.
Die Nutzung der Printprospekte zieht sich durch alle Altersgruppen: Verbraucher ab 50 greifen am häufigsten zum gedruckten Prospekt, aber auch 64 Prozent der 18- bis 29-Jährigen nutzen gedruckte Prospekte wöchentlich. Die Nutzung der Printprospekte ist seit Jahren stabil bis leicht wachsend. „Prospekte bleiben für Händler ein zentrales Instrument, um Preis‑Leistungs‑Kompetenz zu zeigen und Frequenz zu sichern – gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten“, sagt Andreas Riekötter Geschäftsführer des Instituts. Der digitale Wandel ist aber auch in der Werbung spürbar.
Trend zur hybriden Nutzung – neuer Rekordwert
Denn 90 Prozent der Befragten greifen zumindest gelegentlich auch auf Online-Prospekte zurück, 62 Prozent zumindest wöchentlich. Immer häufiger nutzt man auch einfach beides: „Besonders deutlich zeigt sich jedoch der Trend zur hybriden Nutzung“, heißt es in der Studie: 88 Prozent der Prospektleser kombinierten Print und Digital – ein neuer Rekordwert. „Wer heute Angebote sucht, bewegt sich selbstverständlich zwischen Briefkasten, App und Website“, sagt Riedkötter.
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