Augenärzte raten zu einer Schwimmbrille im Schwimmbad wegen der Infektionsgefahr. Im Becken sammeln sich trotz des Chlors im Badewasser Schmutzpartikel und Keime. Diese dringen in die Hornhaut und Bindehaut des Auges ein und verursachen Entzündungen, so die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) in München. Durch das Gemisch von Chlor mit Urin, Schweiß und Schmutz könnten reizende chemische Verbindungen entstehen. Das kann den schützenden Tränenfilm der Augen angreifen.
Augenärzte warnen: Schwimmbad-Keime sind gefährlich
Die Folge: gerötete, brennende und tränende Augen. Normalerweise klingen die Symptome nach wenigen Stunden ab. Augentropfen mit Tränenersatzflüssigkeit können das Brennen lindern.
Mit einer Schwimmbrille können nicht nur aggressive Substanzen, sondern auch Schmutz und Bakterien ferngehalten werden. Vor allem Kontaktlinsenträger sollten ihre Augen schützen. Beim Schwimmen können sich Kontaktlinsen am Auge festsaugen. Dadurch kann es zu schmerzhaften Abschürfungen an der Hornhaut kommen. Außerdem können sich gefährliche Keime wie Akanthamöben oder Pilze unbemerkt in das weiche Material der Kontaktlinse einnisten und dort vermehren. Nach Angaben der Experten drohen unbehandelt bleibende Sehbeeinträchtigungen bis hin zur Erblindung. AZ/afp