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Skandal: Billig-Brustimplantate enthalten auch Benzinzusatzstoffe

Skandal

Billig-Brustimplantate enthalten auch Benzinzusatzstoffe

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    Die Billig-Brustimplantate  der  französischen Firma PIP, die für Entzündungen und teils sogar für Krebsfälle verantwortlich gemacht werden, enthalten Berichten zufolge auch Industriechemikalien.
    Die Billig-Brustimplantate  der  französischen Firma PIP, die für Entzündungen und teils sogar für Krebsfälle verantwortlich gemacht werden, enthalten Berichten zufolge auch Industriechemikalien.

    Die Billig-Brustimplantate  der französischen Firma PIP, die für Entzündungen und teils sogar für Krebsfälle verantwortlich gemacht werden, enthalten Berichten zufolge auch Industriechemikalien. In den Silikonkissen seien der Schmierstoff Baysilone, ein Erdölprodukt, sowie die Stoffe Silopren und Rhodorsil gefunden worden, die in der Kautschuk-Industrie zum  Einsatz kämen, berichtete der französische Radiosender RTL am  Montag.

    Die französische Arzneimittelaufsicht Afssaps habe gewusst, dass es  sich um ein "gepanschtes Gel" handele, das eher in der Nahrungsmittel- und Computerindustrie eingesetzt werde, sagte der medizinische Berater einer Vereinigung betroffener Frauen,  Dominique-Michel Courtois. Er hob aber hervor: "Man konnte nicht  ahnen, dass das Gel Schmierstoffe enthält."

    Der Anwalt des PIP-Gründers Jean-Claude Mas versicherte, die Bestandteile kämen auch in der Schönheitsindustrie vor. Auch Hautcremes können Erdölprodukte wie Silikone enthalten.

    Die 2010 aufgelöste Firma PIP hatte weltweit hunderttausende mit einem Billig-Silikon gefüllte Brustimplantate verkauft; danach war es vermehrt zu Rissen in den Einlagen und in der Folge zu  Entzündungen bei den betroffenen Frauen gekommen.

    Risse in den Silikonkissen

    Das Problem mit den Billig-Einlagen war einem internen  PIP-Schriftwechsel zufolge, der der Nachrichtenagentur AFP vorlag, schon lange bekannt: Bereits ab 2005 haben PIP-Mitarbeiter demnach die Firmenleitung informiert, dass es vermehrt zu Rissen in den  Silikonkissen komme. Ein Mitarbeiter verlangte eine Erklärung dafür  und warnte Anfang 2006, dass die Schwierigkeiten mit den  PIP-Produkten unter Chirurgen bereits die Runde mache. 

    Die Vertriebsleitung antwortete demnach: "Der Umsatz ist wichtiger als der Zustand der Hüllen, bitte veranlassen Sie das Notwendige."  Demnach besteht der Verdacht, dass die Firma nicht nur beim Silikongel, sondern auch bei den Hüllen sparen wollte.

    20 Frauen mit PIP-Implantaten sind an Krebs erkrankt

    In einem bisher einzigartigen Aufruf hatten die Behörden in  Frankreich rund 30.000 Frauen empfohlen, sich die PIP-Silikonkissen  vorsichtshalber wieder entfernen zu lassen. Nach jüngsten Angaben der Afssaps sind inzwischen 20 Frauen mit PIP-Implantaten an Krebs erkrankt. Einen Beweis für einen Zusammenhang zu den Silikonkissen  gibt es aber nicht. Auch Frauen in Deutschland tragen die Einlagen, offizielle Zahlen liegen aber nicht vor.  Außerdem zählte die Afssaps 1143 Fälle von gerissenen Silikoneinlagen und fast 500 Patientinnen  mit Entzündungen. Zunächst waren nur acht Krebsfälle bei Frauen mit  PIP-Implantaten bekannt gewesen.

    Auch wenn die Prothesen gesundheitsschädlich sind, will  PIP-Gründer Mas einem Pressebericht zufolge unter dem Dach eines  neuen Unternehmens weiter Billigprothesen herstellen. Laut dem Handelsregister von Toulon soll das von seinen Kindern im Sommer gegründete neue Unternehmen France Implant Technologie (FIT)  chirurgisches und zahntechnisches Material produzieren. Die Zeitung  "Nice-Matin" berichtete jedoch, dass FIT Brustimplantate verkaufen  will. Ziel sei der südamerikanische, chinesische und europäische  Markt - auch Deutschland.  afp

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