Startseite
Icon Pfeil nach unten
Aichach
Icon Pfeil nach unten
Aindling
Icon Pfeil nach unten

Aindling: "Alles kann, nichts muss"

Aindling

"Alles kann, nichts muss"

  • |
  • |
  • |
    Zwölf feste Mitglieder zählt das Frauennetzwerk im Moment, zehn feierten seinen ersten Geburtstag. Albertine Ganshorn (vorn rechts) hat es ins Leben gerufen. Von Anfang an dabei ist auch Monika Schoder (vorn links). Foto: Jana Knörnschild
    Zwölf feste Mitglieder zählt das Frauennetzwerk im Moment, zehn feierten seinen ersten Geburtstag. Albertine Ganshorn (vorn rechts) hat es ins Leben gerufen. Von Anfang an dabei ist auch Monika Schoder (vorn links). Foto: Jana Knörnschild Foto: Jana Knörnschild

    Wechselseitiger Erfahrungsaustausch, gegenseitige Unterstützung und gemeinsame kreative Aktivitäten stehen bei "Solidare" im Mittelpunkt.  

    Seit einem Jahr besteht das Aindlinger Frauennetzwerk. Umfangreich und sehr vielseitig waren die Aktionen und Unternehmungen im ersten gemeinsamen Jahr. Eine Schlossbesichtigung in Sandizell, ein Besuch im Büro des bürgerschaftlichen Engagements in Augsburg, aber auch ein Meditationsabend haben auf dem Programm gestanden.

    Völlig unbürokratisch, ohne typische Vereinsstrukturen, das heißt ohne Beitragszahlungen und Beitrittsformalitäten, treffen sich die Aindlinger Frauen regelmäßig an jedem ersten Mittwoch des Monats im Raum der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) im Pfarrheim in Aindling. Ab 9.30 Uhr wird an diesen Tagen über aktuelles Zeitgeschehen diskutiert und auch einmal Dampf abgelassen, wenn ein bestimmtes Thema die Gemüter erhitzt - zum Beispiel Erziehungsfragen oder Themen aus der Arbeitswelt und Politik.

    "Alles kann, nichts muss", beschreibt Albertine Ganshorn, Gründerin und Schirmherrin des Netzwerks, die Organisation der Gemeinschaft. Dieses Motto hält die neue Seniorenbeauftragte der Marktgemeinde hoch. "Jeder kann einfach ganz spontan dazukommen - eine Anmeldung ist bei uns nicht notwendig", betont Ganshorn.

    Gegründet hat die 57-Jährige das Frauennetzwerk vor einem Jahr, als sie nach langer Krankheit etwas in ihrem Leben verändern wollte. "Ich habe mich allein und einsam gefühlt", berichtet die ehemalige sozialpädagogische Fachkraft, die aufgrund ihrer Krankheit nicht mehr in ihrem Beruf arbeiten kann. Mit drei weiteren Frauen, darunter Monika Schoder, habe sie angefangen Treffen zu organisieren. Für sie biete das Netzwerk optimale Gelegenheiten, um Kontakte zu knüpfen, erzählt Schoder. Sie habe die Erfahrung gemacht, dass sich Kontakte verlieren, wenn es keine Gelegenheiten gibt, diese aufrechtzuerhalten.

    "Wir wollten einen Treffpunkt für Frauen schaffen - jeder soll sich einbringen können", beschreibt Albertine Ganshorn ihre Vorstellung von dem Netzwerk. Zwölf Frauen nehmen inzwischen regelmäßig an den Treffen teil - Tendenz steigend. Frauen allen Alters gehören der Gemeinschaft an. Die Älteste ist 1939 geboren. Die 43-jährige Petra Frey ist das jüngste Mitglied. "Meine Nachbarin hat mich mit einem Flyer auf Solidare aufmerksam gemacht", berichtet Frey über ihre Anfänge bei dem Netzwerk. "Wenn Frauen etwas machen, dann ist das sehr produktiv. Wir können voneinander profitieren", hebt die Krankenschwester hervor.

    Die Interessen jeder einzelnen Frau spiegelt sich in den Aktivitäten der Gruppe wider. Wer etwas kann, gebe es an die anderen Frauen weiter, erzählt Gründerin Ganshorn. So ist auch im kommenden Jahr einiges geplant. Einen Computerkurs, eine Weinprobe, einen Sonntagsbrunch für die Familien und eine Börse für den Austausch von Rezepten wollen die Frauen veranstalten. Auch ein Besuch im Seniorenheim und ein Ausflug in das Textilmuseum Augsburg stehen auf der Veranstaltungsliste des Frauennetzwerks.

    Auch Irma Faschingbinder, die seit 1969 in Aindling lebt, schätzt die neu entstandenen Freundschaften. "Man freut sich, wenn man sich trifft. Läuft man sich beim Einkaufen über den Weg, gibt es kein oberflächliches Gefrage", berichtet die 68-Jährige. "Wir würden uns sehr freuen, wenn noch mehr Frauen dazukommen", betont Faschingbinder.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden