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Aichach: Der beste Müller im Land lernte in AKA

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Der beste Müller im Land lernte in AKA

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    Simon Fronhofer ist der beste Müllerlehrling in der Region, von Bayern und ganz Deutschland. Foto: Jana Knörnschild
    Simon Fronhofer ist der beste Müllerlehrling in der Region, von Bayern und ganz Deutschland. Foto: Jana Knörnschild Foto: Jana Knörnschild

    Er ist der beste Müllergeselle auf jeder Ebene - in der Region, im Freistaat und in der gesamten Bundesrepublik. Etwa 90 Mitstreiter bundesweit hat der Aichacher Simon-Adolf Fronhofer mit seinen Ergebnissen bei der Berufsabschlussprüfung zum Verfahrenstechnologen in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft hinter sich gelassen. Nur zwei Jahre dauerte Fronhofers Ausbildung zum Müller, da er zuvor das Abitur absolviert hatte. Üblich ist eine Ausbildungszeit von drei Jahren.

    Er erzielte beste Resultate im theoretischen und allgemeinbildenden Teil der Prüfung sowie bei den praktischen Arbeiten in der Schulmühle. Wer so eine Prüfung hinlegt, darf dann auch die Lorbeeren ernten. Und dies tut der 21-jährige Aichacher nun - es folgt eine Auszeichnung auf die andere. Von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwaben wurde er bereits im Rahmen einer Veranstaltung in Augsburg gewürdigt. Am Montag, 13. Dezember, ist der junge Preisträger nach Berlin zur Bundesbestenehrung der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) eingeladen. Fronhofer ist einer von 200 Absolventen des aktuellen IHK-Jahrgangs, die für ihre sehr guten Abschlüsse in verschiedenen Ausbildungsberufen Urkunden und Pokale erhalten werden. Auch Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen wird an dem Festakt in der Hauptstadt teilnehmen und eine Rede halten.

    "Ich bin auf alle Fälle stolz. Das ist schon eine besondere Leistung", freut sich der erfolgreiche Müller. Auch seine Eltern seien begeistert, erzählt er. Besonders stolz sei der Vater, Adolf Fronhofer, er hat seinen Sohn in der Aktienkunstmühle Aichach ausgebildet.

    Wie sieht die Arbeit eines Müllers in der heutigen Zeit aus? Die Tätigkeit hat nichts mehr mit der romantischen Vorstellung vom Müller in Buschs "Max und Moritz" zu tun. Viele Prozesse komplexer Anlagen müssten beherrscht und überwacht werden.

    Seine Arbeit umfasse die Getreideannahme, Vorbereitung und Reinigung des Mahlgutes sowie die Vermahlung selbst, aber auch die Auslieferung und Qualitätskontrolle im Labor, berichtet Fronhofer. Viel mathematisch-naturwissenschaftliches Wissen sei notwendig, betont der Geselle. Bereits bei der Getreideannahme müssen einige Messungen durchgeführt werden, berichtet der Müller. Die Feuchtigkeit des Getreides wird gemessen, aber auch die Stärkebeschaffenheit und Eiweißmenge des Korns werden bestimmt. Wichtig sei dies, um die unterschiedlichen Mehlqualitäten festzustellen. Diese bestimmen den jeweiligen Verwendungszweck. Denn nicht jedes Mehl könne der Bäcker zum Brotbacken nehmen, erzählt Fronhofer.

    Momentan besucht er den Meisterkurs an seiner bisherigen Berufsschule in Stuttgart. Nur zwei Berufsschulen gibt es deutschlandweit, die sogenannte Verfahrenstechnologen in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft, kurz Müller, ausbilden. Nach der Meisterprüfung im Februar wird er für mehrere Monate in die Schweiz gehen, um in St. Gallen einen Technikerkurs für Müller zu absolvieren. Mit einem anschließenden Wirtschaftsingenieurstudium will er sich für die Aufgaben im elterlichen Betrieb, der Aktienkunstmühle in Aichach, wappnen. Dass seine ausgezeichneten Leistungen ein gutes Aushängeschild für die Mühle sein können, dessen ist er sich bewusst.

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