Sonntag, 23. Juli 2017

02. November 2010 19:00 Uhr

Aichach

Herr und Frau Braun begeistern Publikum

Gut 200 Besucher lachten sich am Samstagabend im ausverkauften Aichacher Pfarrzentrum schief, als Herr und Frau Braun ihr neues Programm "Rindviecher aus der Region" zum Besten gaben. Von Carmen Kreutmeier

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Als havarierte Inselbewohner bleibt "Aschtrid und Mamfred" auf einmal viel Zeit, miteinander zu streiten und ellenlange Diskussionen zu führen. Foto: Carmen Kreutmeier
Foto: Carmen Kreutmeier

Gut 200 Besucher lachten sich am Samstagabend im ausverkauften Aichacher Pfarrzentrum schief, als Herr und Frau Braun ihr neues Programm "Rindviecher aus der Region" zum Besten gaben.

Gleich zu Anfang machte Rosa Glump im Publikum gehörig sauber. Bewaffnet mit Staubsauger, Putzlumpen und Bildzeitung scheuchte sie die Leute in den Reihen auf, während sie rote Aichacher Bürgermeister sowie Gribl oder Grab in Augsburg durch den Kakao zog. "Lasst uns eine Straßenbaufirma gründen, die dann nur Umleitungsschilder für Augsburg verkauft", forderte sie auf.

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Klar war für die Putzfrau auch: "Kachelmann lügt! Ist doch klar, denn der hat auch beim Wetter schon immer geschummelt." Ihre Tirade reichte vom EU-Normgebiss mit zwei Kauleisten bis zum Höhepunkt der Lust im Kreuzworträtsel. Nichts und niemand war sicher davor, von der Frau als Rindvieh abgestempelt zu werden, deren Verwandtschaft von den "Körperwelten" verscherbelt wird.

Als dann Dr. Jens Duddelmann mit grandioser Mimik auf der Bühne über "Extremsparen für Schwaben" referierte und mit dem Double-Burn-out-Syndrom Wittelsbacher Ahnenforschung mit extremer Inzucht aus Altomünster im Publikum recherchierte, halslose Augsburger beschrieb, japanische Brunftschreie ausstieß wie "Imogdidumio!" musste er schließlich sogar ins Publikum springen, um eine Dame in den Arm zu nehmen, die im Lachkrampf in Tränen aufgelöst nicht mehr Luft holen konnte.

Weiter wurde klar, dass die rote Ampelwelle in Augsburg erfunden wurde und ein Sparbuch mit Minizinsen für den Augsburger vollkommen ausreicht. Noch ein guter Rat für schwäbische Sparfüchse: Das Toilettenpapier kann man locker bei den Behördenklos mitgehen lassen, und die Kekse für Opa samt Zucker gibt's im Café um die Ecke als Zugabe. "Nochher, nomal neilich" trällern Herr und Frau Braun schließlich mit Gitarre, und das Publikum lachte sich in die Pause.

Schon beim Interview vor der Show wurde eines klar: Gabriela Koch und Roland Krabbe alias Herr und Frau Braun aus dem Augsburger Raum haben eine Botschaft an ihr Publikum: Im isolierten Inselleben nach der Kreuzschiffhavarie wird es deutlich, dass Mann und Frau auf einmal sehr viel Zeit für- und miteinander haben, was natürlich Probleme aufwirft.

"Aschtritt und Mamfred" haben sich nach einem Schiffsuntergang samt Koffer auf eine einsame Insel gerettet. Dort werden Lappalien zum Drama und es wird gestritten, was das Zeug hält. Außer Slim-light-Pulver, Handynetzproblemen und einer Wasserflasche, die sofort ausgetrunken als Flaschenpost mit Heimatabsender Hochzoll abgeschickt wird, helfen Gespräche über GPS, WLAN, UPS, DSDS und Wireless nicht über den drohenden Hungertod hinweg. Die zwei Rindviecher auf der Insel bemerken erst nach einer sternenklaren Nacht mit ihm als Profiastrologen, der natürlich das "große und das kleine Auto" am Himmel sofort erkennt, dass ein Robinson Club direkt hinter der Palme liegt ...

Und die Moral von der Geschichte? "Am Ende einfach mal um die Ecke schauen und am Tag mindestens 15 Minuten miteinander kommunizieren. Der Mann davon mindestens eine Minute", lautet der abschließende Tipp zur Ehe, der nochmals schallendes Gelächter erntete. "Wir sind schon viele Jahre verheiratet, aber nicht miteinander! Und das ist gut so", lauten die offenbarenden Worte von Herrn Braun.

Damit beschloss das Duo den Abend, nicht ohne zuvor rotzfrech grinsend zu prophezeien, dass C & A in Zukunft ohnehin in den Metropolen bleibt und sicher nicht aufs Aichacher Milchwerkland ziehen werde.

Aber: "Tja, wer weiß? Am Ende ist Aichach die Metropole und die Augschburger komma hierher?" Eine Schlusspointe, die dem Aichacher Publikum natürlich besonders gut gefiel.

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