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Sommer in ...Serie (35 und Ende): Mit dem Dirt-Bike ab über die Sprungschanze

Sommer in ...Serie (35 und Ende)

Mit dem Dirt-Bike ab über die Sprungschanze

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    Irgendwann kommen hier an der Brücke über die Ach alle vorbei: Vorne Annalena und Natalie, dahinter Jutta mit Benedikt, Bruno mit Maxi und Henry mit Maximilian.
    Irgendwann kommen hier an der Brücke über die Ach alle vorbei: Vorne Annalena und Natalie, dahinter Jutta mit Benedikt, Bruno mit Maxi und Henry mit Maximilian.

    Auch der Sommer daheim hat viele tolle Seiten. Wie die in den Gemeinden im AN-Verbreitungsgebiet ausschauen, zeigen wir in unserer Sommerserie „Sommer in ...“ – heute zum Ausklang (zumindest für diesen Sommer) in Mühlhausen.

    Affing-Mühlhausen Mühlhausen ist der zweitgrößte Ortsteil in der Gemeinde Affing. Er ist mehr als ein Schlafplatz für den Arbeitsplatz im nahen Zentrum Augsburg. Vielmehr pilgern viele Augsburger am Wochenende hier heraus, um sich an den Seen zu erholen und Arbeitsplätze bietet das Gewerbegebiet am Unterkreuthweg auch.

    Sonntagnachmittag, kurz vor der Kaffeezeit: Aus der Steilwand links vom Kiesweg hinter Mühlhausen springen zwei jugendliche Radler auf den Feldweg. Komische Räder. Ohne jeglichen Schnickschnack. Melvin, einer der beiden Radl-Abenteurer, erklärt: „Das sind Dirt-Bikes. Niedriger Sattel, keine Gangschaltung, stabiler Rahmen.“ Jonas erzählt weiter: „Wir kommen gerade vom Schlammi. So nennen alle den Weiher. Wenn man da reingeht, sinkt man gleich so tief ein.“ Der Bub hält seine Hände etwa 40 Zentimeter übereinander.

    Oben am Sportgelände des TSV Mühlhausen haben die 20 Dirt-Biker und eine Dirt-Bikerin während der großen Ferien eine riesige Anlage aus Wällen und Sprungschanzen buchstäblich aus dem Boden gestampft. Doch die jüngsten schweren Regengüsse haben den Sandbauten der Jugendlichen schwer zugesetzt. „Nur der Pumptreck funktioniert noch“, sagen Melvin und Tobias. Die beiden rasen mit ihren Rädern über die Erdwälle, angetrieben lediglich durch das Wiegen ihres Körpers wie auf einer Schaukel. „Wir pumpen uns durch. Das ist wahnsinnig anstrengend“, versichern die beiden Dirt-Biker anschließend außer Atem. Nicht ohne Stolz sagt die Abteilungsleiterin beim Dirt-Biken, Thekla Riß: „Wir sind die jüngste Abteilung des TSV und wir haben für dieses Projekt die Unterstützung vieler Betriebe und des Bürgermeisters.“

    Montagvormittag: Das Ehepaar Förster schlendert gerade vom Lech-Camping in Richtung Bushaltestelle. „Wir sind seit gestern hier und fahren jetzt nach Augsburg, um die Olympia-Kanustrecke zu besichtigen“, erklärt Willi Förster aus Köln. Mühlhausen bildet allein bei Lech-Camping für 50 Camper die Basisstation zur Erkundung der Gegend. 250 Dauerstellplätze bietet Bauer-Caravan beim Ludwigshof.

    Im Ort selbst geht es eher beschaulich zu. Der vierjährige Luis sitzt auf der Haustreppe beim Hof von Josef Hartl. Die beiden Schäferhunde Prinz und Luna machen verdächtig wenig Lärm um den fremden Besucher. Mit Luna sei auch nicht zu spaßen, sagt die Oma von Luis und nickt. Der kleine Wicht selbst hat jedoch keine Angst. Papa und Opa sind auf der Weide. „Schafe ausschneiden“, weiß die Oma.

    Als offizielles Ortszentrum wird der Platz vor der Metzgerei, dem Bäcker, dem Reisebüro und dem Fliesengeschäft bezeichnet. Tatsächlich kommen da auch alle vorbei, die zum Supermarkt raus wollen oder auch nur einen Rundgang mit Kind und Hund machen. Henry ist mit Sohn Maximilian beim Metzger. Gleich darauf geht es zur Brücke an der Ach. Hier wartet schon Benedikt mit seiner Oma Jutta. Die beiden Dreikäsehochs werfen gerade Steinchen in den Ach-Bogen, als Bruno mit seinen Töchtern Natalie und Annalena und mit Sohn Maxi vorbeikommt. Natürlich will auch Maxi Steinchen in die Ache schmeißen. Also: Pause mit Gruppenfoto.

    Von der Mühle, von der der Ort einst seinen Namen bezog, besteht zwar noch der Absturz der Ach. Aber deren Wasser rauscht schon lange durch, ohne ein Rad anzutreiben. Den Giebel des alten Säge-Hauses verdeckt ein Wallnussbaum zur Hälfte. Gegenüber am Treppenaufgang zur Kirche steht Martin Schneller und studiert die Gottesdienstordnung. „Gestern war sie noch nicht ausgehängt, und außerdem hab ich auch noch den Auftrag, das Grab zu gießen“, sagt der Rentner und steigt forsch die Treppen hoch.

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