Aichach/Augsburg Im Mordprozess gegen einen Aichacher, der seine getrennt von ihm lebende Ehefrau mit 79 Messerstichen getötet haben soll, soll nun möglicherweise doch eine Tochter des Paares als Zeugin befragt werden. Die Verteidigung erwägt, die 15-Jährige in den Zeugenstand zu holen.
Bislang hatten die drei Verteidiger um Felix Dimpfl stets Vermutungen der Staatsanwaltschaft zurückgewiesen, wonach sie die Kinder des Angeklagten und seiner toten Frau als Zeugen laden wollten.
„Wir wollen die Familie komplett raushalten“, hatte Dimpfl einen Tag vor Weihnachten auf Nachfrage unserer Zeitung betont. „Die Verteidigung will keines der Kinder im Zeugenstand haben.“
Am gestrigen 16. Verhandlungstag am Landgericht Augsburg änderten die Verteidiger ihre Meinung. Sie hoffen, mit der Aussage der Tochter nachweisen zu können, dass die grausige Tat im Affekt geschah. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten heimtückischen Mord aus niederen Beweggründen vor.
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