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Räuber Kneißl: Vor 110 Jahren wurde Bayerns bekanntester Räuber geköpft

Räuber Kneißl

Vor 110 Jahren wurde Bayerns bekanntester Räuber geköpft

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    Mathias Kneißl vor Gericht in Augsburg im Herbst 1901.
    Mathias Kneißl vor Gericht in Augsburg im Herbst 1901. Foto: Archiv

    Augsburg/Aichach Der Räuber Kneißl war zur Jahrhundertwende nicht nur Tagesgespräch, sondern auch nahezu tägliche Zeitungslektüre. Vor 110 Jahren am 21. Februar 1902 wurde er in Augsburg hingerichtet.

    Ein gutes Jahr zuvor endete die Jagd auf den Räuber im Kneißl-Land zwischen Aichach, Dachau und Fürstenfeldbruck in Geisenhofen. Eine 160 Mann starke Polizeitruppe feuerte dort eine Stunde lang auf ein Anwesen, in dem sich Mathias Kneißl versteckt hielt.

    Nach der Verhaftung wurde der Schwerverletzte in München behandelt, um ihm in Augsburg den Prozess zu machen, ihn zu verurteilen und ein Jahr später unters Fallbeil zu legen.

    Die Legenden über den vielleicht bekanntesten Räuber nicht nur seiner Zeit in Bayern und darüber hinaus sind dagegen nicht totzukriegen. Der Schachermüller-Hias war eine Figur zwischen Gewalttäter, Volksheld und bayerischem Robin Hood. Zumindest von einem Teil der Bevölkerung bekam er Unterstützung: „Wahrnehmungen ergaben, dass die Bevölkerung der Umgebung kneislerisch gestimmt ist“, telegrafierte ein Gendarm.

    In der Dienstagsausgabe der Aichacher Nachrichten veröffentlichen wir zeitgenössische Artikel in den Lokalzeitungen der Region über die Zeit bis zum Prozess, Verhandlung und die Hinrichtung auf drei Sonderseiten.

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