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Güterverkehrszentrum: Euphorie beim Spatenstich

Güterverkehrszentrum

Euphorie beim Spatenstich

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    „Das Terminal ist ja auch der Grund, weshalb ein GVZ entstanden ist.“Stadtrat Christian Rindsfüßer
    „Das Terminal ist ja auch der Grund, weshalb ein GVZ entstanden ist.“Stadtrat Christian Rindsfüßer

    Neusäß/Gersthofen „Herzstück“ nennt es der Neusässer Bürgermeister Hansjörg Durz, „Herz und Gehirn“ SPD-Stadtrat Christian Rindsfüßer. Die Rede ist vom Terminal des Güterverkehrszentrums, das im Dreieck der Städte Augsburg, Gersthofen und Neusäß entsteht. Baubeginn für das Terminal wird noch in diesem Jahr sein, die Fertigstellung ist für Ende 2013 terminiert.

    Zwei Leitzordner füllen das Material mit den Terminal-Papieren. Federführend ist die Regierung von Oberbayern; die Neusässer Bürger können sich die Unterlagen von Mitte Juni bis Mitte Juli zu Gemüte führen. Der Planungsausschuss tat dies jetzt in seiner Sitzung am Dienstagabend und hatte keine Einwände vorzubringen.

    Im Gegenteil: Quer durch die Fraktionen machte sich Erleichterung darüber breit, dass nicht nur die Lagerhallen der Speditionen seit Monaten aus dem Boden schießen, sondern dass jetzt auch das Terminal angepackt wird. Das sei unheimlich wichtig, betonte der Bürgermeister, denn viele Unternehmen, die im GVZ einsteigen wollen, warten sehnsüchtig darauf, wie Durz bereits bei der Bürgerversammlung vor einer Woche erklärt hatte.

    „Das Terminal ist ja auch der Grund, weshalb ein GVZ entstanden ist“, erinnerte Rindsfüßer, da so mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene gebracht werden könne. Seiner leisen Kritik, dass sich der Bürgermeister doch viel mehr freuen sollte, begegnete Durz mit den Worten: „Wenn dann tatsächlich der Spatenstich ist, dann sind wir auch euphorischer!“

    Einen Blick zurück machte Stadtbaumeister Dietmar Krenz und damit auch deutlich, dass das Güterverkehrszentrum künftig nicht nur den Güterverkehr von West nach Ost, sondern auch von Nord nach Süd (und umgekehrt) organisieren werde. In den Neunzigerjahren noch unter der Regie der Bahn sei nämlich eine Nord-Süd-Verbindung mit einer direkten Anbindung an die Bahnlinie Augsburg–Donauwörth vorgesehen gewesen, die Güterzüge hätten also „eingeschleift“ werden müssen. Inzwischen sei das Terminal als Rangierbahnhof konzipiert; Güterzüge werden danach in Augsburg abgestellt und ins GVZ rangiert. So sei eine Anbindung in alle vier Richtungen vorhanden, alle Fahrtrichtungen offen. Es wird zwei Ein- und zwei Ausfahrgleise geben. Die großen Container werden allerdings zunächst von riesigen Gabelstaplern bewegt. Die für ein Güterverkehrszentrum typischen Portalkrane (in diesem Fall drei) werden nach Darstellung von Stadtbaumeister Krenz erst später kommen.

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