Startseite
Icon Pfeil nach unten
Augsburg Land
Icon Pfeil nach unten
Neusäß
Icon Pfeil nach unten

Diakonweihe: Gottvertrauen in stürmischen Zeiten

Diakonweihe

Gottvertrauen in stürmischen Zeiten

  • |
  • |
  • |
    Weihekandidat Christian Wolf arbeitete für die Pfarreiengemeinschaft Neusäß.
    Weihekandidat Christian Wolf arbeitete für die Pfarreiengemeinschaft Neusäß.

    Neusäß/Stadtbergen Sechs Männer werden am Samstag, 5. Mai, in Augsburg zum Diakon geweiht. Bischof Dr. Konrad Zdarsa spendet um 9.30 Uhr in der Basilika St. Ulrich und Afra die Diakonenweihe. Zwei Weihekandidaten sind im Landkreis Augsburg bekannt: Christian Wolf arbeitet als Pastoralpraktikant in Neusäß. Stefan Finkl stammt aus der Stadtberger Pfarrei Maria, Hilfe der Christen.

    Christian Ernst Wolf (geb. 1979) stammt aus der Pfarrei Mariä Heimsuchung in Utting am Ammersee. Nach der Mittleren Reife besuchte er die Fachoberschule in Triesdorf und studierte anschließend Landschaftsbau an der Fachhochschule in Weihenstephan bei Freising 2006. Für sein Theologiestudium kam er nach Augsburg und Erfurt. „Nach einem guten Gespräch mit dem damaligen Regens Dr. Christian Hartl entschloss ich mich dann im Herbst 2006 in das Priesterseminar einzutreten und die Ausbildung zum Priester der Diözese Augsburg zu beginnen“, berichtet Christian Wolf.

    Seit September 2011 ist er als Pastoralpraktikant in der Pfarreiengemeinschaft St. Thomas Morus in Neusäß tätig.

    Christian Wolf weiß, dass die Kirche in Deutschland in eine ungewisse Zukunft geht und nicht gesagt werden kann, wie sich die Situation in 20 bis 30 Jahren darstellen wird. Dennoch ist er zuversichtlich: „Aber ich denke, dass die Zeiten sich in der Kirche zu engagieren noch nie besser waren, da jede Zeit ihre ganz spezifischen Herausforderungen und Schwerpunkte hat.“ ihm liegt am Herzen, dass die gläubigen Christen diesen Prozess zunächst einmal innerlich mitgehen, dass nicht alles so bleiben kann, wie es im Moment noch ist. Wolf: „Aber damit ein Wandel stattfinden kann, braucht es zunächst einmal die Bereitschaft im Kopf und in den Herzen diesen Veränderungsprozess mitzugehen.“

    Seine Lieblingsbibelstelle stammt aus dem Matthäusevangelium und steht in der Bergpredigt: „Sorgt euch nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selber sorgen. Jeder Tag hat genug eigene Plage“ (Mt 6, 34). Der zukünftige Diakon hat diesen Satz gewählt, der Mut machen soll, nicht zu ängstlich in die Zukunft zu blicken und unser Vertrauen auch in stürmischen Zeiten auf Gott zu setzen. „Wenn wir uns auf ihn einlassen, dann wird er uns beistehen. Wir sollen uns mutig nach vorne wagen und immer einen Schritt nach dem anderen machen“, fasst Christian Wolf zusammen.

    Diplomarbeit über Maria geschrieben

    Stefan Finkl (geb. 1973) stammt aus der Stadtberger Pfarrei Maria, Hilfe der Christen. Nach seinem Abitur am Gymnasium St. Stephan in Augsburg, lernte er zunächst Bankkaufmann und Restaurantmanager, bevor er zwei Jahre in einer Ordensgemeinschaft in Österreich lebte. Theologie studierte Stefan Finkl im Anschluss in Augsburg und Regensburg. Sein Diakonatspraktikum absolviert er von September 2011 bis Ende Juli 2013 in der Pfarrei St. Josef der Arbeiter in Senden.

    Stefan Finkl schrieb seine Diplomarbeit in Mariologie zum Thema „Maria, Braut des Heiligen Geistes“.

    Als Diakon und später als Priester will er nach dem Leitsatz des Heiligen Ignatius von Loyola leben und handeln: „Ich will mein Leben in den Dienst zur größeren Ehre Gottes stellen und hoffe, dass durch meinen Dienst am Wort Gottes und an den Sakramenten möglichst viele Menschen immer näher zu Christus finden.“ Er hat vor allem einen Wunsch: „Um die nötige Kraft für diese mir bevorstehende Aufgabe, bitte ich alle Gläubigen für mich zu beten!“ (AL)

    Ein Festgottesdienst anlässlich der Weihe findet am Sonntag, 6. Mai, um 10.45 Uhr in der Kirche Maria, Hilfe der Christen in Stadtbergen mit Stefan Finkl statt.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden