Über 30 Grad im Juli und (fast) Eiseskälte im August - für die Betreiber der Freibäder im Landkreis war das keine einfache Saison. Aber sie wollen alle mindestens bis zum Ende der Ferien durchhalten. Von Marlen Singer

Landkreis Augsburg. Über 30 Grad im Juli und (fast) Eiseskälte im August - für die Betreiber der Freibäder im Landkreis war das keine einfache Saison. Aber sie wollen alle mindestens bis zum Ende der Ferien durchhalten, vorzeitige Schließungen wie in Augsburg (Bärenkeller, Lechhausen) wird es nicht geben.
Gerade mal 16 Grad hat das Wasser im Naturfreibad in Fischach. "Das ist etwas für Hartgesottene, aber ich war heute auch schon drin", sagt Björn Anderson, der die Aufsicht im Bad hat. Rund 37 900 Besucher kamen heuer zum Badesee, der 2008 eröffnet wurde. Wie bereits im vergangenen Jahr wollen die Fischacher möglichst lange ihren Bürgern das Schwimmen ermöglichen. Einen festen Termin, wann die Winterruhe hinter der Staudenlandhalle einkehrt, gibt es deshalb noch nicht.
"Trotz des wechselhaften Wetters werden wir vielleicht an die Zahlen vom vergangenen Jahr herankommen", so Marion Halamay vom Team des Naturfreibades. Sie ist felsenfest überzeugt, dass es im Augsburger Land noch einen warmen Altweibersommer geben wird. "Wir haben den Vorteil, dass sich das Wasser relativ schnell aufheizt, weil viele Steine direkt unter der Wasseroberfläche liegen", so Halamay. 2009 kamen bis zum Oktober rund 40 000 Gäste ins Schwimmbad.
Die doppelte Anzahl wurde vor einem Jahr in Meitingen gezählt. Aktuell berichtet Schwimmmeister Siegfried Möllmann von 71 000 Besuchern. "Es ist beinahe aussichtslos die guten Zahlen von 2009 wieder zu erreichen", sagt er. Trotz kühler Witterung drehen täglich Stammgäste ihre Runden. Sie schätzen das relativ warme Wasser in Meitingen. "Dass wir jetzt noch 24 Grad haben, verdanken wir unseren neuen Abdeckplanen", so Möllmann. Wann das SunSplash zu macht, wird am kommenden Montag entschieden.
Ähnlich sieht es in Gersthofen aus. Die Badbeauftragte Klara Simon wird wohl in der nächsten Woche langsam den Umzug des Personals in das Hallenbad organisieren. "Wir werden aber mindestens noch bis zum Sonntag, 12. September, geöffnet haben", sagt Schwimmmeistergehilfe Peter Miller. Dieses Datum sei mit Rücksicht auf die Dauerkartenbesitzer, aber auch auf die Ferien, gewählt worden.
Dank der neuen Heizung für das Bad, ist das Schwimmen in Kutzenhausen bei 22 Grad möglich. "Wenn wir jetzt nicht noch sehr kalte Nächte bekommen, können wir die Temperatur halten", so der Badbeauftragte Anton Schmid. Ein Datum für den Saisonabschluss gibt es in Kutzenhausen noch nicht.
Abbaden hat Tradition
Das ist in Dinkelscherben anders. Traditionsgemäß werden im Waldfreibad der Start und das Ende der Saison gefeiert. Am Sonntag, 12. September, 14 Uhr, ist das Abbaden angesagt. Dann wird die Fahne heruntergeholt und die Vereine der Gemeinde bereiten ein Programm vor. Bis zum Wochenende wurden an die 33 500 Besucher gezählt, das sind etwas weniger als im Vorjahr. "An die Zahlen von 2009 kommen wir nicht mehr heran", sagt Schwimmmeisterin Elfriede Mayer. Dafür sei es einfach zu kalt - sowohl die Luft als auch das Wasser, aktuell werden dort 17,5 Grad gemessen.
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