Meitingen Auf dem von leuchtenden Kerzen erhellten Meitinger Rathausplatz nahmen in den Abendstunden des vergangenen Freitags zahlreiche Meitinger Bürger, darunter viele Jugendliche und Gläubige aller Konfessionen, an einem Bittgottesdienst mit anschließender Prozession zur St.-Wolfgangs-Kirche, in der eine Friedensandacht abgehalten wurde, teil. Mitwirkende der Veranstaltung waren die drei Pfarrer Markus Maiwald, Johnson Puthuva (beide Meitingen) und Albert Wolf (Emersacker), der ökumenische Arbeitskreis Meitingen-Herbertshofen-Westendorf-Langenreichen sowie die ökumenische Dekanatsjugend.
Einer alten Tradition zufolge brachten Jugendliche zu Beginn des Bittgottesdienstes das Altenberger Licht, das alljährlich in Augsburg abgeholt wird, auf den Rathausplatz der Marktgemeinde. Meitingens Pfarrer Johnson Puthuva erinnerte daran, dass die ökumenische Friedensdekade im November seit mehr als drei Jahrzehnten zum Nachdenken, Beten und zum Handeln für den Frieden einlädt. Die diesjährigen zehn Tagen, so der Meitinger Pfarrer, stehen unter dem Motto „Gier – Macht – Krieg“. In einem Fragen- und Antwortdialog gingen Bianca Kraus und Matthias Kruck besonders auf die Themen Macht und Gier ein.
Krieg und Terrorismus sollen nach dem Willen Gottes nicht sein, so Pfarrer Markus Maiwald. Der Protest gegen Gewalt darf nicht verstummen. Solidarität sei aber eine Grundvoraussetzung für den Frieden auch in unserem Land.
Pfarrer Albert Wolf aus Emersacker wünschte den Anwesenden sowie allen Menschen auf dieser Welt ein Leben in Frieden für alle Zeiten. „Verlasst euch nicht auf Gewalt und setzt auf Raub nicht eitle Hoffnung, wenn euch Reichtum zufällt“, betonte der Pfarrer.
Über Friedensfragen des Dichterpfarrers
Friedensfragen des Dichterpfarrers Kurt Marti trugen Hildegard Kell und Vertreter der Dekanatsjugend sowie des ökumenischen Arbeitskreises vor. Nach einer Prozession vom Rathausplatz zur Kirche, begleitet und abgesichert von der Freiwilligen Feuerwehr Meitingen, fand im Gotteshaus eine Schlussandacht, umrahmt vom Spielmannszug Herbertshofen, statt, ehe in gemütlicher Runde die Friedensveranstaltung bei wärmenden Getränken ausklang. (peh)