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Musik: „Oft durchlebt ein Lied 17 Fassungen“

Musik

„Oft durchlebt ein Lied 17 Fassungen“

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    Helmut Maschke aus Nordendorf hat ein Buch mit 32 Kinderliedern verfasst. Die Stücke hat er selbst komponiert.
    Helmut Maschke aus Nordendorf hat ein Buch mit 32 Kinderliedern verfasst. Die Stücke hat er selbst komponiert. Foto: Foto: Katrin Fischer

    Nordendorf Dichter, Maler und Komponist waren die Traumberufe des jungen Helmut Maschke. Heute ist der 64-Jährige vor allem als ehemaliger Schulleiter in Westendorf bekannt. Doch das heißt nicht, dass sich der Traum des Nordendorfers nicht erfüllt hat. Im Dezember wird sein Buch erscheinen. „Hey, lasst uns singen!“ lautet der Titel des Musikbuches für Kinder. Außergewöhnlich klingt der Untertitel. Er lautet: „Von unentschlossenen Fischen und anderen Kuriositäten“. Schon dieser Satz zeigt, wie viel Kreativität und Phantasie im Autor und somit auch im Buch stecken.

    Besucher, die zu Helmut Maschke nach Nordendorf kommen und einen Blick in sein Arbeitszimmer werfen, erkennen sogleich die vielfältigen Interessen und Talente des Bewohners. Hier stehen ein Klavier, unzählige Bücher, und einige Zeichnungen schmücken die Wände. „Malen war meine erste Leidenschaft“, sagt Maschke mit Blick auf die Bilder. Als Kind hatte er noch keinen Kontakt mit Tonleitern. „Mein Großvater galt in unserer Familie als musikalisch, weil er einen Plattenspieler hatte“, schmunzelt der Komponist. Erst mit 17 Jahren entdeckte er die Musik, die ihn bis heute, zu seinem Musikbuch, begleitet hat. Am musischen Gymnasium in Lauingen erhielt Maschke Klavierunterricht. Als er dann in Augsburg Lehramt studierte, folgte auch eine Ausbildung im Bereich „Gesang“. Nach der zweiten Lehramtsprüfung eröffnete sich für den Musikbegeisterten eine ganz besondere Möglichkeit. Maschke konnte mithilfe eines Stipendiums zwei Jahre lang in Salzburg studieren, unter anderem Musik und Bewegung am Orff-Institut und Komposition bei Cesar Bresgen.

    1978 kehrte er zwar in den Schuldienst zurück, doch schon bald ereilte ihn der Ruf ans Konservatorium in Augsburg. Dort war er – ebenso wie später an der Universität – nebenberuflich als Lehrbeauftragter tätig. Auch heute noch unterrichtet er an einem Vormittag an der Uni am Lehrstuhl für Musikpädagogik. Nun komponiert Maschke bereits seit Jahren Lieder, beispielsweise für die Musikzeitschrift „Pamina“.

    32 seiner witzige Lieder und Kanons für Acht- bis 13-Jährige finden sich in dem neuen Buch. Gerne stimmt der Autor am Klavier eines seiner Werke an. „Ob Vollmilch, Nougat oder Mandelkern, ich habe dich zum Fressen gern“, singt er. Zu der Idee für dieses Lied habe ihn seine eigene Vorliebe für Schokolade geführt, gesteht er. Aber von der Idee bis zum Lied sei es noch ein weiter Weg. „Oft durchlebt ein Lied 17 Fassungen, bevor ich zufrieden bin.“ Doch gerade das bereitet dem ehemaligen Schulleiter die größte Freude – etwas Neues zu schaffen. Auch die Texte für das Buch schrieb er selbst, so liest man beim Schokoladensong den Hinweis: „Achtung! Kann zu gesundheitlichen Schäden, aber auch zu Glücksgefühlen führen.“

    Für Kinder aus Westendorf und Nordendorf geschrieben

    Die Zusammenarbeit mit den Herausgeberinnen Maria Heiß und Ingrid Held vom Helbing-Verlag hat dem ehemaligen Schulleiter sichtlich Spaß gemacht, und das Ergebnis kann sich hören lassen.

    Übrigens: In dem Buch findet sich auch der „Weltraumsong“. Dieses musikalisch neuartige Lied hat Maschke für den Schulchor aus Westendorf und den Kinderchor aus Nordendorf geschrieben. Refrain und Strophe komponierte er als zwei verschiedene Stimmen so, dass sie gleichzeitig gesungen werden können.

    Das Lied enthalte „ein bisher einmaliges Konzept, durch das Kindern der zweistimmige Gesang erleichtert wird“. Was sich für das ungeübte Ohr zunächst wie ein normales, wenn auch pfiffiges Lied anhört, ist das Ergebnis jahrelanger Erfahrungen und einiger Arbeitsstunden – und das gilt für das ganze Buch.

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