Kriegshaber "Das ist unsre Show, und das ein ganzes Leben lang ...", singt die Gruppe "Unsere Show Allstars" und legt sich bei der Hauptprobe für das Abschlusskonzert in der "Kantine" mächtig ins Zeug, um zu zeigen, was sie während des einjährigen Projekts "Unsere Show" gelernt hat. Die Gruppe "Allstars" ist ein Teil von rund 150 Jugendlichen aus fünf Augsburger Schulen, die im Rahmen von "Unsere Show" im vergangenen Jahr Musikunterricht erhalten haben.

"Das Besondere an ,Unsere Show' ist es, Kids und Jugendliche, die mit Musik nichts zu tun haben, zu motivieren und dazu zu bringen, selbst etwas zu produzieren, statt nur zu konsumieren", fasst Volker Braun, musikalischer Leiter der Musikschule "downtown music institute", das gemeinsame Projekt der Stadt Augsburg, dem Büro für Popkultur und dem "downtown music institute" zusammen.
Viel haben die 14 Bands und drei Tanzensembles in den vergangen Wochen für das große Finale des Projekts geprobt, das sie ein ganzes Jahr begleitet hat. "Es war nicht einfach, die zwei Bandproben pro Woche und den zusätzlichen Einzelunterricht mit der Schule unter einen Hut zu bringen, aber wir haben es geschafft", sagt Julia Strobl von der Agnes-Bernauer-Realschule. Sie ist bei der Show mit vier Schulkameradinnen als Band "Innocent Jewels" aufgetreten.
Organisatorischer Kraftakt war zu bewältigen
"Es macht riesigen Spaß und ich will danach unbedingt weiter Musik machen", ergänzt ihre Bandkollegin Magdalena Schramm begeistert. Eine Begeisterung, die auch Richard Goerlich teilt. "Es macht wahnsinnig glücklich, das Strahlen in den Augen der jungen Leute zu sehen, das hat mir so viel zurückgegeben, obwohl es ein organisatorischer Kraftakt war", so der Popkulturbeauftragte der Stadt.
Dann geht das Licht im Klub "Kantine" aus und die Jugendlichen beginnen mit der Hauptprobe für ihren großen Auftritt. Alle sind konzentriert bei der Sache. Vor der Bühne haben es sich die, die gerade nicht dran sind, gemütlich gemacht und feuern ihre Mitschüler und Freunde an, die auf der Bühne musizieren und tanzen. Auffällig, aber auch sehr angenehm ist der respektvolle Umgang miteinander. Alle wissen worum es geht und ziehen an einem Strang. "Mit der Show wollen wir den Jugendlichen das Gefühl geben, Teil von etwas Großem zu sein, quasi Popstar für fünf Minuten, erklärt Goerlich das Ziel der Show, bevor es auch schon weiter geht.
Das Weitermachen wird gefördert
Auch wenn der Auftritt Höhe- und Abschlusspunkt von "Unsere Show" war und eine Fortsetzung in diesem Rahmen nicht geplant ist, gibt es sowohl Bands als auch Einzelschüler, die auch in Zukunft Musik machen wollen. "Für diejenigen werden wir eine Lösung finden, damit sie weitermachen können", verspricht Goerlich.
|
|
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: