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1.Mai-Feier in Augsburg: 1500 Teilnehmer ziehen durch die Stadt

1.Mai-Feier in Augsburg

1500 Teilnehmer ziehen durch die Stadt

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    1500 Teilnehmer zogen durch die Innenstadt
    1500 Teilnehmer zogen durch die Innenstadt Foto: Annette Zoepf

    Wer gute Arbeit leistet, soll auch gut und gerecht bezahlt werden. Dies war  die Kernbotschaft bei der 1. Mai-Feier des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Augsburg. Daher sprechen sich die Gewerkschaften für die Einführung eines gesetzliches Mindestlohns aus und wollen auch weiterhin der Leiharbeit den Kampf ansagen. Deutlich mehr Teilnehmer als im Vorjahr beteiligten sich am Protestmarsch durch die Innenstadt und der Kundgebung auf der Freilichtbühne.

    1500 Teilnehmer waren es nach Auskunft der Polizei, 300 mehr als 2011. Bei der Programmgestaltung reagierten die Organisatoren auf die Kritik, die im Vorjahr aufgekommen war. Die Kundgebung dauerte 90 Minuten und war eine Stunde kürzer als im Vorjahr.

    Die Zuhörer blieben dieses Mal bis zum Schluss. Dies lag auch am Festredner. Franz-Josef Möllenberg aus Hamburg, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), streifte in seiner frei gehaltenen Rede viele Themen, die den Gewerkschaftlern auf den Nägeln brennen. „Wir brauchen eine neue und gerechte Ordnung der Arbeit und einen gesetzlichen Mindestlohne von 8,50 Euro“, sagte Möllenberg unter dem Beifall der Zuhörer. Er sprach sich gegen die Rente mit 67 Jahren aus, denn dies bedeute eine Rentenkürzung. In der politischen Debatte nannte Möllenberg der Erstarken der extremen Rechten in Europa erschreckend. „Es gilt den Rechtsextremisten unsere gewerkschaftliche Werte von Solidarität, Gerechtigkeit und Demokratie entgegenzusetzen. Wir fordern ein Verbot der NPD.“

    Möllenberg, der in Augsburg übernachte hatte, ging vor seinem Auftritt mit offenen Augen durch die Stadt. Ein Plakat, das auf den Einkaufssonntag am 6. Mai hinwies, fiel ihm auf: „Für uns Gewerkschaften muss es auch künftig heißen, uns gegen diese Marktsonntage zu wehren.“

    Aus lokaler Sicht zeigte DGB-Chef Helmut Jung Solidarität mit den entlassenen Mitarbeiterinnen der Firma Schlecker. Oberbürgermeister Kurt Gribl nahm den Gedanken der Solidarität und der Zusammenarbeit auf. Er verwies auf das gemeinsame Agieren von Politik mit Gewerkschaft und Betriebsrat, als es um die Zukunft von Manroland gegangen sei. Gribl hob dabei insbesondere das Bekenntnis der Mitarbeiter zum Unternehmen hervor: „Sie haben Manroland die Treue gehalten. Dies zeigt, dass die Mitarbeiter das wichtigste Kapital eines Unternehmens sind.“

    Rainer Bauch, Jugendvertreter der Firma SGL Carbon, forderte mehr soziale Gerechtigkeit im Ausbildungsbereich. Es sei nicht hinnehmbar, dass Jugendliche nach ihrer Ausbildung lediglich als Leiharbeiter übernommen werden.

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