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Augsburg: 80 Bewerber für ein WG-Zimmer

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80 Bewerber für ein WG-Zimmer

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    Für Studenten ist die Suche nach einer Bude in Augsburg so schwierig wie nie.
    Für Studenten ist die Suche nach einer Bude in Augsburg so schwierig wie nie. Foto: Peter Fastl

    Larissa Bothor will ab Oktober an der Hochschule Augsburg Kommunikationsdesign studieren. Aber nicht nur das. Sie will auch an ihrem Studienort wohnen. Seit August fuhr sie dreimal nach Augsburg, um nach einer Bleibe zu suchen. Neun Wohnungen hat sie angeschaut, darunter ein WG-Zimmer am Leonhardsberg. „Dafür gab es 80 Anfragen von Bewerbern bis aus Übersee“, erzählt die 19-Jährige. Sie selbst war eine von 40 Studenten, die zu einer Besichtigung des Zimmers eingeladen wurden.

    Bisher galt Augsburg immer als preisgünstiger Hochschulstandort, auch was die Kosten rund ums Studium angeht. Aber bereits im vergangenen Jahr wurde es für Studenten schwierig, eine bezahlbare Bleibe zu finden. Der Grund: Mit dem doppelten Abiturjahrgang stieg die Zahl der Studienanfänger und damit die Nachfrage. Aber auch in diesem Jahr sehen Experten keine Entspannung, im Gegenteil: „Die Lage bei Studentenwohnungen ist noch schlimmer geworden“, sagt Immobilienmakler Norbert Vöst. „Seit 15 Jahren habe ich so etwas noch nie erlebt.“

    Wartelisten für Appartements, die noch im Bau sind

    Laut Vöst sind die Mietpreise seit 2011 um zehn Prozent gestiegen. Das bringt Studierende finanziell in die Zwickmühle. Inzwischen werden Appartements nicht mehr nach der Größe ausgesucht, erzählt der Makler. Es gehe nur noch ums persönliche Budget, das zur Verfügung steht. Wenn er ein Ein-Zimmer-Appartement ausschreibe, bekomme er sofort zehn Anfragen, nach ein oder zwei Tagen sei der Mietvertrag unterzeichnet. Ganz neu sei, dass sich Studenten auf Wartelisten setzen lassen für Wohnungen, die noch im Bau sind. Diese Erfahrung macht Vöst in der Haunstetter Straße, wo 87 Studentenappartements im Februar 2013 bezugsfertig sein sollen.

    Nach Einschätzung des Maklers reicht das vorhandene Angebot an kleinen Wohnungen in Augsburg nicht mehr aus. Ähnlich beurteilt Edgar Mathe von der städtischen Wohnungsbau-Gesellschaft WBG die Lage. Weil kleine, günstige Wohnungen in Augsburg insgesamt stärker gefragt seien, sagt er, sei der Mieterwechsel in preiswerten Objekten der Wohnungsbaugesellschaft geringer. Deshalb biete die WBG in diesem Jahr weniger Appartements für Studenten an. „Es gibt in Augsburg kaum mehr kleine Wohnungen, die dem Budget von Studenten entsprechen“, sagt Mathe. Nach seiner Einschätzung steigen die Mietpreise schon seit drei Jahren spürbar, insgesamt um 30 Prozent. „Das liegt nicht nur an der Nachfrage, sondern auch an einer Vielzahl von baurechtlichen Anforderungen an den Bauherren“, sagt er.

    Das Studentenwerk in Augsburg bietet 1700 preisgünstige Plätze in eigenen Wohnheimen an. Dort ist die Lage zwar nicht so dramatisch wie auf dem freien Wohnungsmarkt. Aber auch Stefan Rehm, Abteilungsleiter für Wohnen, kann keine Entspannung erkennen. „Obwohl wir 300 zusätzliche Plätze im neuen Wohnheim an der Bürgermeister-Ulrich-Straße anbieten, hat sich der Zuwachs wieder egalisiert.“ Die Warteliste von Studenten sei derzeit noch etwas länger als im vergangenen Jahr.

    Aus seiner Sicht machen sich nicht nur die steigenden Preise auf dem Augsburger Wohnungsmarkt bemerkbar, die mehr Druck auf die Wohnheime erzeugen. Ein zweiter Grund sind laut Rehm die weiterhin steigenden Studentenzahlen an der Universität und Hochschule.

    Zwar ist ein Platz im Studentenwohnheim in Augsburg nach wie vor sehr erschwinglich. Beim Studentenwerk kostet er zwischen 167 und 255 Euro warm. Allerdings können bei 23 000 Studenten nicht viele von dem Angebot profitieren. Wer einen Heimplatz will, darf laut Rehm derzeit ein Einkommen von 670 Euro pro Monat nicht überschreiten. Das hänge mit bestimmten Höchstsätzen für den Wohnraum im Bafög-Gesetz zusammen.

    Studentin Larissa Bothor hatte immerhin noch Glück. Sie bekam ihr Zimmer am Leonhardsberg. Dafür muss sie aber tiefer als geplant in den Geldbeutel greifen. Sie zahlt 350 Euro warm pro Monat – für 22 Quadratmeter in einer Wohngemeinschaft. „Münchner Verhältnisse herrschen hier aber noch nicht“, sagt die Studienanfängerin aus Unterföhring. "Meinung

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