Ab heute kann mit der Regionalwährung, dem Lechtaler, in Augsburg bezahlt werden. Die neue Währung hat das Ziel, heimische Wirtschaftskreisläufe nachhaltig zu stärken und ist ein Projekt des Vereins "Oeconomia Augustana". von Melanie Steck

200 000 Lechtaler sind bereits gedruckt. 50 000 sind schon an die 20 teilnehmenden Händler ausgegeben. Ab heute kann mit der Regionalwährung, deren Ziel es ist, heimische Wirtschaftskreisläufe nachhaltig zu stärken, in den teilnehmenden Augsburger Geschäften bezahlt werden. Das regionale Gutscheinsystem ist im Rahmen der Lokalen Agenda 21 ein Projekt des Vereins "Oeconomia Augustana". Die Wertigkeit der Augsburger Geldscheine zum Euro ist 1:1.
Die bunten Papierscheine bekommt man als Kunde in Geschäften, zum Beispiel als Rabattgeschenk oder Wechselgeld (wenn man sie will). Dann kann man sie sammeln und in diesem oder anderen beteiligten Läden etwas damit kaufen.
Laut Harald Wutte, Vorsitzender der "Oeconomia Augustana", sollten im Idealfall Chefs ihre Firmenmitarbeiter mit Lechtalern entlohnen. Bei der Bäckerei Schubert zum Beispiel bekommen die Mitarbeiter einen Teil des Lohns in Lechtalern. Alexandre Madeleyn von McTramp dagegen überrascht mit der Währung nur Kunden beim Einkauf.
15 000 potenzielle Kunden
Der Rechtsanwalt Alexander Meyer lässt sich sogar von Klienten für Rechtsberatung mit den Lechtalern zahlen. Neben den "klassischen" Anlaufstellen für Gutscheinsysteme wie Lebensmittelläden oder Restaurants beteiligen sich am Projekt "Lechtaler" auch Dienstleister.
Wutte schätzt das Potenzial in Augsburg auf rund 15 000 Kunden. Auch Norbert Stamm von der Lokalen Agenda 21 liegt es am Herzen, das "ohnehin in Augsburg vorhandene Regionalbewusstsein zu stärken". Dazu eigne sich ein lokales Währungssystem wie der Lechtaler hervorragend: "Denn was im Portemonnaie der Menschen ist, ist auch in deren Köpfen." Er hofft, dass möglichst viele mitmachen. Melanie Steck
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.|
|
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: