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Hochschule: Augsburg punktet bei Studenten mit Offenheit

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Augsburg punktet bei Studenten mit Offenheit

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    Die angehenden Studenten Sophie Hövelmann und Andrei Korytnikov finden sich ohne Stadtplan in Augsburg noch nicht zurecht. Bei ihren ersten Erkundungen erleben sie die Augsburger als äußert hilfsbereit.
    Die angehenden Studenten Sophie Hövelmann und Andrei Korytnikov finden sich ohne Stadtplan in Augsburg noch nicht zurecht. Bei ihren ersten Erkundungen erleben sie die Augsburger als äußert hilfsbereit. Foto: Foto: Silvio Wyszengrad

    Die Augsburger sind offen, zuvorkommend und höflich. Das steht nicht etwa in einer Broschüre der Stadt, sondern fasst die Meinung von jungen Studenten zusammen, die in diesen Wochen zum allerersten Mal Augsburg entdecken. In genau einer Woche beginnt für 18000 Studierende der Alltag auf dem Campus der Universität. Darunter sind auch viele junge Menschen, die mit Augsburg bisher überhaupt noch nicht in Berührung gekommen sind. Jetzt suchen sie hier eine Unterkunft, laufen neugierig durch die Straßen und fragen sich, was wohl das kulturelle und auch das nächtliche Leben zu bieten haben.

    30 Bewerber für ein WG-Zimmer

    Sophie Hövelmann gehört ebenfalls zu den Neuankömmlingen. „Augsburg hat sehr schöne Ecken“, findet die 23-Jährige, die an der Uni einen Masterabschluss in Friedens- und Konfliktforschung machen möchte. Vor allem die kleinen Gässchen in der Altstadt haben es ihr angetan. Vor einer Woche kam sie erstmals in Augsburg an und schaut sich seither nach passenden Wohnungen um. Sie absolviert zwar täglich mehrere Besichtigungstermine. Fündig geworden ist die Studentin, die gebürtig aus der Nähe von Krefeld stammt, aber noch nicht. „Teilweise gibt es für ein WG-Zimmer 30 Bewerber.“

    Von der bisher erfolglosen Suche will sich die 23-Jährige nicht entmutigen lassen. Dafür hat sie von der Stadt und ihren Bewohnern trotz der kurzen Zeit einen zu guten Eindruck gewonnen. „Ich finde die Augsburger ausgesprochen hilfsbereit.“ Immer wenn sie etwa auf der Straße einen Stadtplan auspacke, kämen die Leute von ganz alleine auf sie zu. Das sei ihr schon fünf Mal passiert. „Als ich letztens vor einer Kirche stand, hat mir sogar eine Passantin kurzerhand die Geschichte des Gebäudes erzählt“, sagt sie. Mit so viel Offenheit hätte sie vor ihrer Ankunft in Augsburg nicht gerechnet. Ähnliche Erfahrungen hat Miriam Große-Hering gemacht, die an der Uni Interkulturelle Beziehungen studieren wird. Die 23-Jährige kam schon mit vielen Einheimischen ins Gespräch, auch wenn sie nur jemandem einen Sitzplatz in der Straßenbahn angeboten hat.

    Studenten freuen sich auf kulturelles Angebot

    Dabei kommt die Studentin ursprünglich aus Freising bei München und hätte das nahe gelegene Augsburg schon viel eher entdecken können. „Ich kannte die Stadt nur aus den Büchern mit Jakob Fugger.“ Von der Puppenkiste hatte sie natürlich schon gehört, aber eine Vorstellung von Augsburg hatte sie nicht wirklich. „Jetzt freue ich mich auf das kulturelle Angebot hier.“ Das Nachtleben ist ihr auch wichtig, deswegen sucht sie eine Wohnung in der Nähe zur Innenstadt.

    Andrei Korytnikov hat diese Sorgen nicht. Seit einer Woche lebt er im Wohnheim der Kolping-Stiftung. Der 20-jährige Russe durchläuft in seiner Heimat die Ausbildung zum Deutsch-Lehrer und will an der Augsburger Uni seine Sprachkenntnisse verbessern. Von der Stadt und den Bewohnern kann er auch nur Positives berichten. Gerade mit älteren Menschen sei es sehr leicht, ins Gespräch zu kommen. „Die Leute hier sind sehr kommunikativ, das gefällt mir.“

    Eine kuriose Situation erlebte er im Supermarkt vor wenigen Tagen. Als er etwas verwirrt vor den Regalen stand, bot ein Ehepaar an, ihm Brot zu kaufen. „Die dachten wohl, ich kann mir nichts leisten“, sagt er, „aber das zeigt ja nur die Hilfsbereitschaft der Augsburger.“

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