Unter dem Motto „Augsburg sei Dank!“ hat sich die Stadt am Freitag um das neue Museum für Bayerische Geschichte beworben. Die eingereichte, 21-seitige Bewerbungsschrift ist unter der Führung von Professor Karl Ganser entstanden. Der Stadtentwickler gilt als Architekt des modernen Ruhrgebiets.
Die Staatsregierung wird nun die etwa 30 Bewerbungen bayerischer Städte prüfen. Die Entscheidung für einen Standort fällt im Oktober. Eröffnet werden soll das Museum im Jahre 2018. Der Leitspruch „Augsburg sei Dank!“ spielt darauf an, wie die ehemals Freie Reichsstadt, die 1806 dem Königreich Bayern zugeschlagen wurde, das Land bereicherte. Aufgeführt sind neun Beispiele: von den guten Italien-Verbindungen über den Religionsfrieden bis zu Textilindustrie und Wasserbau. Ausführlich beschrieben werden in den Texten die Vorzüge der beiden Bewerbungsstandorte.
Das Gaswerk in Oberhausen gilt als einziges komplett erhaltenes Fabrikschloss in Bayern. Die Investitionen für den Umbau zum Museum werden auf 20 Millionen Euro geschätzt.
Ein Neubau am Glaspalast könnte dank einer Klimahülle mehr Ökostrom erzeugen, als er verbraucht. Kostenschätzung für den Bau: 60 Millionen Euro.