2500 katholiken kamen zu Kundgebung gegen die Bistumsreform am Augsburger Dom. Und der war ausgerechnet an diesem Tag wegen Reinigungsarbeiten geschlossen. Nun wird diskutiert.



Mehr Katholiken als erwartet kamen am Samstag zur Demonstration am Augsburger Dom gegen die Bistumsreform. 2500 engagierte Katholiken aus allen Regionen der Diözese kamen nach Augsburg und forderten einen Dialog zur umstrittenen Bistumsreform. Sie fühlten sich übergangen, ungehört und nicht beteiligt. Was wohl auch einigen Teilnehmern der Kundgebung aufstieß, war die Tatsache, dass der Augsburger Dom an dem tag abgeschlossen war - offenbar wegen Reinigungsarbeiten.
In unserem AZ-Forum wird über die Kundgebung, die Bistumsreform diskutiert - und auch über die Tatsache, dass die vielen angereisten Katholiken nicht in den Dom konnten. So fragt sich User Newmexico, wieviel Angst eigentlich ein Bischof und seine Helfer vor ihren eigenen Brüdern und Schwestern im Glauben haben müssen, wenn sie den Dom absperren lassen. "Ein schönes Sinnbild, dass der Augsburger Bischof jetzt die Türen der Kirche zusperren läßt und sein Volk aussperren. Besser kann man es nicht ausdrücken, was in der Kirche passiert", schreibt der Forum-User.
Und auch User Forest schreibt: "Unabhängig und abgesehen davon wäre es verständlich, das Gotteshaus für Demonstrationszwecke zu schließen und das auch offen zu sagen. Es bleibt ein fader Beigeschmack von Unaufrichtigkeit."
User Ponelle hingegen nimmt Bischof Zdarsa diesbezüglich in Schutz. Er halte es für eine böswillige Unterstellung, dass der Bischof absichtlich den Dom am Tag der Demo abgesperrt haben soll. " Eine Reinigung des Domes ist nicht mit der alltäglichen Reinigung, die sie zu Hause betreiben zu vergleichen, sondern besteht aus einer weit größeren logistischen Aufgabe, die nicht mal eben so von heute auf morgen angeordnet und durchgeführt werden kann. "
Aber auch zur Kundgebung an sich äußerten sich die User im AZ-Forum. User Rob 246 lobt: "Toll, dass es noch Menschen gibt, die sich für Ihre Kirch einsetzen! Sie gehen für Ihre Kirche auf die Strasse, obwohl dass ihr regionales Oberhaupt mit Sicherheit ablehnt!" Lechmartl hingegen schien von der Aktion nicht so viel zu halten. Für ihn sei das nur ein weiterer Versuch einer lautstarken Minderheit, "die als Schwanz nur allzu gerne mit dem ganzen restlichen Hund wedeln möchte."
Dem hält User Waldmann entgegen, dass sich nicht irgendwelche randgruppen im Bistum gegen Zdarsa stellen, sondern der innerste Kern, der das Gemeindeleben oft seit Jahrzehnten am Leben hält.
Also Beobachter der Demo am Dom hatte User Flome gestört, dass viele Menschen dort so getan hätten, als würde der Bischof die Kirchen von blühenden Gemeinen zusperren." Das ist Unsinn. Eine Kirche, die auch noch 2025 gut besucht ist, wird niemals geschlossen", schreibt der User im Forum.
User Blitzschwob fasst für sich ein Resüme: "Ich begreife immer mehr, dass es gut war aus dieser Kirche auszutreten, denn ICH zumindest fühle mich von diesen Herren, ja von diesem Bischof nicht gut betreut. Ich wünsche allen Gläubigen, die noch in dieser Kirche sind, dass sie den Mut, die Kraft und das Durchhaltevermögen haben, etwas ändern zu können. ina
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