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11. April 2011 18:04 Uhr

Justiz

Brauerei kämpft gegen hohe Strafe

Riegele-Chef begann ohne Erlaubnis der Denkmalschützer mit dem Bau einer Lagerfläche. Jetzt wehrt er sich gegen ein 170000-Euro-Bußgeld – und hat gute Chancen auf einen Teilerfolg

Seit Montag wird vor dem Amtsgericht darüber verhandelt, ob die Stadt Augsburg 170000 Euro Bußgeld von der Brauerei Riegele verlangen kann. Grund: Wie berichtet hatte Riegele auf seinem Werksgelände nahe des Hauptbahnhofs Bauarbeiten ohne Genehmigung des Denkmalschutzes begonnen.

Riegele-Chef Sebastian Priller senior wehrt sich vor Gericht gegen das aus seiner Sicht „extrem überzogene“ Bußgeld. Und die Chancen stehen nicht schlecht, dass er zumindest einen Teilerfolg einfährt. Amtsrichterin Birgit Geißendörfer meldete Zweifel an der Höhe des Bußgeldes an. Gleichzeitig kritisierte sie die Stadt: Der Bußgeldbescheid sei offensichtlich „fehlerhaft“, so die Richterin. Außerdem reichten ihr die Argumente, mit denen das Rekordbußgeld begründet wird, nicht aus. Die Stadt muss nachlegen. Die Richterin ordnete umfassende „Nachermittlungen“ an, die mehr Klarheit in den Fall bringen sollen.

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