Nicht nur die Augsburger Panther dürften sich freuen: Nach jahrelanger Diskussion hat der Umbau des Augsburger Curt-Frenzel-Stadions zu einer modernen Eishockeyhalle begonnen.

Jahrelang wurde in Augsburg diskutiert und gestritten, jetzt werden mit der Motorsäge Tatsachen geschaffen: Bäume und Sträucher müssen weg, weil sie dem Umbau des Curt-Frenzel-Stadions zu einer modernen Eishockeyhalle im Weg sind.
Die Arbeiten sind für die Faschingswoche angesetzt, um die schulfreie Zeit und gleichzeitig spielfreie Woche der Augsburger Panther zu nutzen. Die Behinderungen sollen auf ein notwendiges Minimum reduziert werden, teilt die Wohnungsbaugesellschaft (WBG) der Stadt mit. Abschnittsweise werde es dennoch zu kurzzeitigen Sperrungen und Umleitungen für Fußgänger und Radfahrer kommen. Der motorisierte Verkehr werde kaum beeinträchtigt.
Die Bäume und Büsche sind aufgrund gesetzlicher Anforderungen und Auflagen für Rettungswege von Feuerwehr, Sanitäter und Polizei zu fällen, damit diese das neue Stadion jederzeit ungehindert erreichen können. Die eigentlichen Bauarbeiten sollen im März/April beginnen. Umbau und Modernisierung des fast 50 Jahre alten Eisstadions waren einer der Dauerbrenner der Augsburger Kommunalpolitik.
Der Weg wurde schließlich geebnet, als alle großen Parteien das Projekt im Vorfeld der Kommunalwahlen in ihre Programme aufnahmen und allen öffentlich geäußerten Zweifeln zum Trotz auch danach an dem Vorhaben festhielten.
Für rund 18 Millionen Euro soll das an drei Seiten offene Stadion bis Sommer 2012 in eine Halle umgebaut werden. Damit kommt die Stadt den Forderungen der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) nach. Denn derzeit spielen die Panther nur mit einer Ausnahmegenehmigung in der höchsten Klasse, da die Arena nicht den DEL-Vorschriften genügt.
Die Stadt Augsburg hat auf ihrer Internetseite die aktuellen Pläne des Architekturbüros Hermann+Öttl für den Umbau des Curt-Frenzel-Stadions veröffentlicht. Die wichtigsten Unterschiede zu den bisherigen Entwürfen: Der Haupteingang wird auf die Ostseite (an der Blauen Kappe) verlegt und das Fassungsvermögen deutlich erhöht.
Sollten zunächst nur 5350 Zuschauer Platz finden, so können laut Sportreferent Peter Grab nun bis über 6700 Eishockeyfans die Spiele verfolgen. Dabei sind knapp 4300 Stehplätze geplant. Damit tragen die Planer den Wünschen vieler Panther-Anhänger Rechnung. (AZ/cf)
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