Startseite
Icon Pfeil nach unten
Augsburg
Icon Pfeil nach unten

FCA-Arena in Augsburg: Der Oberbürgermeister will eine Solar-Fassade am Fußballstadion

FCA-Arena in Augsburg

Der Oberbürgermeister will eine Solar-Fassade am Fußballstadion

  • |
  • |
  • |
    Augsburgs OB Kurt Gribl will eine Solar-Fassade am Fußballstadion.
    Augsburgs OB Kurt Gribl will eine Solar-Fassade am Fußballstadion. Foto: Foto: Wyszengrad

    Der FCA muss keine Fassade am Fußballstadion bauen. Das hat der Stadtrat mit großer Mehrheit entschieden und sich gleichzeitig selbst in die Pflicht genommen: Denn die Stadt hat nunmehr die Möglichkeit, die Fassade zu errichten. Sie will es tun. Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) ging gestern in die Offensive. „Die Vertragsauflösung mit dem FCA bedeutet keineswegs die generelle Absage an die Fassade.“ Gribl machte sich am Tag nach der Entscheidung im Stadtrat für eine Solarfassade stark.

    Das Modell mit den Alu-Rohren ist vom Tisch

    Eines ist nach dem Beschluss des Stadtrates klar: Die Konstruktion mit den Alu-Rohren, die vom FCA in Auftrag gegeben wurde, ist für die Stadträte kein Thema mehr. Von dieser Idee hat man sich verabschiedet, heißt es.

    Eine Solarfassade dagegen würde der Umweltstadt Augsburg sehr gut zu Gesicht stehen, sagte Gribl auf Anfrage. Eines unterstrich der CSU-Politiker dabei: „Die Stadt und ich werden sich jetzt nicht unter Zeitdruck setzen.“ Einen Zeitpunkt zu nennen, wann die Solarfassade errichtet sein könne, sei gegenwärtig nicht angebracht. Gribl bestätigte gestern, dass die Thematik nicht neu sei. Es habe bereits Untersuchungen gegeben, inwiefern sich eine Solarfassade rechne. Die Lechwerke und die Bauverwaltung hatten Berechnungen angestellt. Ergebnis: Unter den bekannten Rahmenbedingungen könnte sich die Stadt die Solarfassade nicht leisten.

    Gribl sieht aber die Möglichkeit, das Projekt auf finanziell abgesicherte Beine zu stellen. Dazu müssten die Parkplätze an der Impuls-Arena in ein stimmiges Solarkonzept eingebunden werden: „Aber natürlich so, dass sie nicht für die Fans wegfallen.“ Für eine Solarfassade ließen sich womöglich staatliche Fördergelder gewinnen, sagt Gribl: „Sie ist schließlich ein Beitrag zur Energiewende, die politisch gewünscht ist.“ Gut möglich, dass sich der Freistaat beteilige. Gespräche mit Umweltminister Markus Söder werde es geben.

    Politische Befürworter der Solarfassade sind die Grünen. Sie machten bereits vor der Abstimmung im Stadtrat einen Vorstoß: „Die Stadt ist in der Verantwortung, die möglichen Varianten für Solarmodule/Solarfolien am Stadion und auf den Parkplatzflächen zu prüfen und mit geeigneten Investoren Kontakt aufzunehmen.“

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden