Die Standpauke des Parteivorsitzenden Horst Seehofer haben die Führungsleute der Augsburger CSU mehr als verdient. Ohne Not haben Bezirksvorsitzender Johannes Hintersberger sowie Bernd Kränzle und Rolf von Hohenhau nicht nur sich selbst in eine missliche Lage gebracht, sondern auch der Partei Schaden zugefügt.
Wegen einer Bagatelle gegen Leserbriefschreiberin
Es war von Anfang an ein Unding, wegen einer Bagatelle gegen eine Leserbriefschreiberin vorzugehen. Das, was Johanna Holm geäußert hat, gilt in politischen Kreisen als realistische Einschätzung der Situation bei der Augsburger CSU. Sollte mit dem Einsatz juristischer Mittel aber vor allem Druck ausgeübt werden, damit Johanna Holm keine weiteren Briefe mehr schreibt, dann wäre dies ein bodenloser Vorgang.
Chaos in den Reihen der Augsburger CSU
Es gab kein Krisenmanagement. Bezeichnend für das Chaos in Reihen der Augsburger CSU ist, dass weder Hintersberger noch OB Kurt Gribl eingeweiht waren. Bei Gribl muss dies nicht verwundern, da er bei den anderen drei CSUlern nur gelitten ist. Die Augsburger CSU läuft mit ihren Aktionen, die die Bürger nachhaltig auf die Palme bringen, große Gefahr, die Macht im Augsburger Rathaus leichtfertig aufs Spiel zu setzen.