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Augsburg 2012: Die Bürger werden zur Kasse gebeten

Augsburg 2012

Die Bürger werden zur Kasse gebeten

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    Das Augsburger Rathaus.
    Das Augsburger Rathaus. Foto: Silvio Wyszengrad

    Das Leben in Augsburg wird im neuen Jahr teurer. Die Bürger werden in vielen Bereichen kräftig zur Kasse gebeten. So steigen die Preise im Nahverkehr ebenso wie die Gebühren für das Wasser. Ein Überblick.

    Nahverkehr Im Schnitt um 4,5 Prozent sind die Tarife innerhalb des Augsburger Verkehrsverbundes (AVV) zum Jahreswechsel gestiegen. Betroffen sind Fahrten mit Bus, Bahn und Tram. Ein Beispiel der Tariferhöhung: Die Streifenkarte mit ihren neun Streifen kostet jetzt 9,30 statt 8,90 Euro. Eine Ausnahme gibt es aber: Einzelfahrausweise für die Preisstufen 1 und 2 innerhalb Augsburgs kosten genauso viel wie bisher. Um Gelegenheitsfahrer nicht zu verprellen, kosten Einzelfahrausweise der Stufen 1 und 2 im gesamten Verbundgebiet weiterhin 1,20 bzw. 2,40 Euro. Grund ist der Umbau des Königsplatzes im kommenden Jahr, der die Straßenbahnen teilweise lahmlegt und zu einem Komfortverlust führt.

    Kindergartengebühren Die Gebühren für die städtischen Kindertagesstätten steigen im neuen Jahr um vier Prozent. Die letzte Erhöhung war im Januar 2010.

    Hundesteuer Hundehalter müssen für ihre Vierbeiner mehr bezahlen. Die Hundesteuer steigt. Für die Haltung des ersten Hundes werden künftig 84 statt 75 Euro fällig. Der Steuersatz für jeden weiteren Hund beträgt künftig 120 statt 110 Euro.

    Stadtbücherei Die Jahresgebühr für die Nutzung und Ausleihe aller Medien in der Stadtbücherei steigt ab Januar von 13 auf 20 Euro.

    Wasser Die Stadtwerke erhöhen zum vierten Mal in Folge den Trinkwasserpreis zum Jahreswechsel. Das Wasser wird im Durchschnitt um 3,5 Prozent teurer. Für einen Musterhaushalt mit 100 Kubikmetern Verbrauch pro Jahr macht dies 1,31 Euro Mehrkosten pro Monat aus. Im Basistarif wird die Preiserhöhung zum 1. Januar wirksam, im Regenio-Tarif zum 1. Februar.

    Botanischer Garten Der Eintrittspreis wird von 2,50 auf 3 Euro erhöht. Die Tages-Familien-Karte kostet jetzt fünf statt bislang vier Euro, die ermäßigte Tageskarte 2,50 Euro (statt 2 Euro). Die Einzel-Jahreskarte, die zum Besuch des Botanischen Gartens und des Zoos berechtigt, wird von 50 auf 55 Euro erhöht. Die ermäßigte Karte von 40 auf 45 Euro. Die Eintrittspreise im Zoo bleiben unverändert.

    Akteneinsicht Wer künftig Akteneinsicht in Hausakten bei Baugesuchen wünscht, muss dafür zahlen. Eine Gebühr von 25 Euro wird verlangt, bislang war das Angebot kostenlos.

    Grundsteuer A Diese Steuer, die für landwirtschaftliche Grundstücke erhoben wird, steigt von 345 auf 390 Punkte, laut Kämmerei geht es in einem zweiten Schritt im Januar 2013 dann nochmals nach oben. Die Grundsteuer A beträgt dann 435 Punkte. Unverändert bleibt die Grundsteuer B, die für bebaute Grundstücke erhoben wird.

    Zusätzliche Einnahmen verspricht sich die Stadt auch durch Änderungen bei der Semmeltaste und der Verlängerung der gebührenpflichtigen Parkzeit an Parkzeitautomaten. Geplant ist, dass das kostenlose Parken (Stichwort Semmeltaste) von 30 auf 20 Minuten reduziert wird. Zudem ist politisch entschieden, dass das Parken an Parkscheinautomaten von 8 bis 20.30 Uhr gebührenpflichtig sein wird. Bislang ist es von 10 bis 20 Uhr. Mit der Umsetzung ist die Bauverwaltung beauftragt. Laut Ewald Pautz erfolgt die Umstellung der Semmeltaste auf 20 Minuten kostenlose Parkzeit zum 1. Februar. Noch keinen konkreten Termin gebe es für die Verlängerung des Zeitraumes des gebührenpflichtigen Parkens: „Da hierfür eine Vielzahl von Schildern ausgewechselt werden muss, wird diese Maßnahme Zug um Zug umgesetzt.“

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