Bei der 29. Hollaria-Fernseh-Prunksitzung in der Kissinger Paartalhalle lachten und staunten rund 400 Menschen aus Augsburg und der Region über das bunte Programm.



Man sagt dem Augsburger viel nach; dass er zum Lachen in den Keller ginge zum Beispiel. Dass das nicht stimmen kann, wurde bei der 29. Hollaria-Fernseh-Prunksitzung in der Kissinger Paartalhalle deutlich. Rund 400 Menschen aus Augsburg und der Region lachten und staunten über das bunte Programm.
Eröffnet wurde der Abend von der Isnyer Guggenmusik, die Faschings-Flair aufkommen ließ. Nach den Auftritten von Tanzmariechen Sabrina Schäfer und „Blödelbarde“ Lukas Kiermayer (der auch dieses Jahr seinen Hit „Kanapee“ zum Besten gab), trat die Kinder- und Jugendgarde der Hollaria auf. 33 Mädchen und fünf Jungs zeigten als junge Römer und Ägypterinnen 35 Minuten lang professionellen Showtanz.
Als „Augsburger Zirbele“ las Hildegard Rauch der Kommunalpolitik die Leviten, gefolgt von den Maulquappen aus Buchloe, die auch dieses Jahr mit Kalauern und derben Witzen Begeisterung auslösten.
Trotz 18 Grad Minus wurde es in der Halle richtig heiß, als neun Turner des TSV Inningen zunächst in Lederhosen und anschließend äußerst spärlich bekleidet unglaubliche Akrobatik mit Weichbodenmatte, Kasten, Trampolin und auf dem Teppich zeigten.
Apropos Teppich. Nach der Pause gab es einen kleinen Moment schwarzen Humors zu erleben. Andreas Schön, Juniorchef des Augsburger Alpenhofs, hatte mit seiner Handpuppe Ernesto eine Überraschung für Hollaria-Präsident und Kunsthaus-Besitzer Georg Rehm parat. „Hiermit möchte ich dir den Perserteppich-Gedächtnisorden verleihen“, ließ Schön seine Marionette sprechen und überreichte Rehm einen Mini-Teppich zum Umhängen. Hintergrund: Rehm hatte die letzten Wochen wegen eines Prozesses um den „teuersten Teppich der Welt“ einige Termine vor Gericht; die Geschichte ging durch viele Medien (AZ berichtete). Die Richter entschieden aber für den Hollaria-Präsidenten.
Zurück zur Prunksitzung: Es folgten Auftritte von Tim Dommermuth als lebende Marionette und tanzenden jungen Bankerinnen der Sparkasse on Stage (kurz SOS). Etwas weiter angereist war eine Abordnung mit Prinzenpaar, Garde und Präsident der Eibanesen aus Nürnberg, sowie die aus der „Fastnacht in Franken“ bekannten Allerberger Flecklashexen. Auch die Allgäu-Schwabengarde zeigte, was sie konnte. Mehrfach trat Antonio Quarta als Don Camillo, Mafiosi oder Gondoliere auf und machte mit Italo-Hits Stimmung.
Die Show der Großen Garde der Hollaria, die auch am Freitagabend bei „Schwaben weiß-blau“ im Bayerischen Fernsehen zu sehen war, mündete im Finale der Sitzung. Die Römer, Römerinnen und Ägypterinnen zeigten sich in großer Kostümvielfalt und beeindruckten mit Hebefiguren und umfangreichen Choreographien das Publikum.
Übrigens: Die Hollaria, ein Augsburger Verein, war in die Umlandgemeinde Kissing ausgewichen, da das Drei Mohren in Augsburg derzeit renoviert wird.
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