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Zoo: Die Kamera blickt ins Nest

Zoo

Die Kamera blickt ins Nest

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    Nahaufnahmen aus dem Storchenhorst zeigt eine neue Kamera im Augsburger Zoo. Sie geht in Betrieb, sobald die Vögel zu brüten anfangen, voraussichtlich in etwa 14 Tagen.
    Nahaufnahmen aus dem Storchenhorst zeigt eine neue Kamera im Augsburger Zoo. Sie geht in Betrieb, sobald die Vögel zu brüten anfangen, voraussichtlich in etwa 14 Tagen. Foto: Foto: Silvio Wyszengrad

    Achtung Kamera! Im Augsburger Zoo steht ein Storchenpaar unter ständiger Beobachtung. Über dem Nest der wilden Weißstörche wurde heuer erstmals Übertragungstechnik installiert. Eine Kamera schaut direkt in den Horst und überträgt das Familienleben der Vögel aus nächster Nähe. Besucher sind über einen Monitor am Boden live mit dabei.

    Glaubt man Zookurator Wilhelm Möller, wird es viele interessante Details von der Brut und Aufzucht europäischer Weißstörche zu sehen geben. „Bei uns brütet seit fünf Jahren regelmäßig ein wildes Storchenpaar und ist dabei sehr erfolgreich.“ In der Saison 2010 zog das Paar vier Junge groß, obwohl viele andere Störche in der Region Probleme mit ihrem Nachwuchs hatten. Im Frühjahr war es lange kalt und nass. Nicht wenige Jungvögel starben, noch bevor sie ihr Nest verlassen konnten.

    Heuer sieht es gut aus. Die wilden Weißstörche sind schon im Zoo eingetroffen. Die Balz mit dem typischen lauten Schnabelklappern hat begonnen. Momentan ist das Paar noch dabei, das Nest zu erneuern, das ganz oben auf einer Trauerweide beim Gehege der Mähnenwölfe thront.

    Möller hat in über 20 Metern Höhe und etwa vier Metern Entfernung vom Horst eine Kamera angebracht. Die Vögel werden nicht gestört, versichert er. In Kürze wird auch der zugehörige Monitor am Boden aufgestellt. Er ist im Unterstand bei den Mähnenwölfen zu finden. Dort können Besucher das Geschehen im Nest aus nächster Nähe miterleben, sobald die Brut beginnt. Die Experten im Zoo rechnen damit, dass die Störche ihre Eier legen, sobald die schlimmsten Nachtfröste vorbei sind. Das werde wohl bis in zwei Wochen der Fall sein. Zu diesem Zeitpunkt wird dann auch die Kamera eingeschaltet.

    Bis weit in den Sommer hinein ist dann Gelegenheit, die Vögel genauestens zu beobachten. Laut Möller klappt es normalerweise recht gut mit der Aufzucht von Jungen, weil das Paar nach der Winterpause im Süden immer früh in Augsburg ankommt. So hat es einen Vorsprung beim Brüten. Und auch für Nahrung ist immer gesorgt. Die Störche bedienen sich regelmäßig aus den Futtertrögen ihrer Artgenossen im Zoo. Die bekommen nahrhafte Kost wie kleine Fische, Küken – und als Extra in der Brutzeit eiweißreiche Schwarzkäferlarven. (eva)

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