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Halbzeit: Die neue Lust am Augsburger Plärrer

Halbzeit

Die neue Lust am Augsburger Plärrer

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    Imagegewinn: Bei jungen Leuten ist der Plärrer wieder in.
    Imagegewinn: Bei jungen Leuten ist der Plärrer wieder in. Foto: Foto: Kaya

    Petra Lug arbeitet seit einigen Jahren im Schallerzelt auf dem Plärrer. Sie kümmert sich zusammen mit der Wirtsfamilie Held um die Organisation des Festzelts. Wenn sie sich in diesen Tagen im Zelt umsieht, dann bereitet ihr das Bild meist Freude. Ärger gibt es selten, sagt sie. Dafür sind Besucher in Tracht inzwischen in der Überzahl. „Es ist einfach schön, wie viele Leute jetzt Dirndl oder Lederhosen auf dem Plärrer tragen“, sagt sie. Kürzlich waren einige Japanerinnen in Tracht da, am Sonntagabend trug eine Afrikanerin stolz ihr neues Dirndl.

    Der Plärrer ist – auch bei vielen jüngeren Augsburgern – wieder in. Augsburg profitiert vom Volksfest-Boom, den das Münchner Oktoberfest ausgelöst hat. Doch Ordnungsreferent Volker Ullrich (CSU) ist überzeugt, dass auch die Anstrengungen von Schaustellern, Wirten und Behörden in den vergangenen Jahren dazu beigetragen haben, dass der Plärrer bei der Gunst der Besucher zulegen kann. Inzwischen reservierten sogar einige Firmen aus dem Raum München in den Plärrerzelten Tische, erzählt Michael Lutzenberger, der stellvertretende Chef des schwäbischen Schaustellerverbands. „Wenn das kein gutes Zeichen für den Plärrer ist.“ Augsburger Plärrer: Bayerntag

    Auch mit den Geschäften auf dem aktuellen Plärrer sind Schausteller und Wirte zur Halbzeit zufrieden. „Wir werden sicher keine Rekorde brechen, dazu ist im Moment einfach nicht die Zeit“, sagt Josef Schausteller. Die Schuldenkrise trübe die Kauflaune der Besucher etwas. „Aber es sieht bis jetzt nach einem ordentlichen Ergebnis aus.“ Auch die Sicherheitslage auf dem Plärrer ist gut. „Keine größeren Vorkommnisse“, melden Polizei und Rotes Kreuz einhellig. Lediglich am ersten Plärrersamstag mussten die Sanitäter bei hohen Temperaturen mehrere Menschen behandeln, deren Kreislauf schwächelte.

    Um den Plärrer attraktiv zu halten, „dürfen wir jetzt nicht stehen bleiben“, mahnt Volker Ullrich. Ein weiterer Schritt ist das neue „Gourmet-Zelt“, das im kommenden Frühjahr erstmals öffnen soll. Die Bewerbungsfrist läuft bis Mitte Oktober, danach wird die Stadt entscheiden. Bislang hat sich noch kein Gastronom beworben. Ullrich geht aber davon aus, dass Bewerbungen kommen. „Es sind ja noch sechs Wochen Zeit“, sagt er. (jöh)

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