Darauf weist der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutchland hin, der in der Stadt und ihrem Umland rund 220 000 Kunden mit TV-Bildern versorgt. Mit Störungen zu rechnen hätten Kunden, die ihre Programme noch über einen analogen Kabelanschluss empfangen und in der Nähe eines Sendemasts wohnen (in Augsburg ist das in diesem Fall der Hotelturm). Grund: Die terrestrischen digitalen Radiosender benützen zum Teil die gleichen Frequenzen wie analoge Fernsehprogramme im Kabelnetz.
Wobei Kabelkunden im Augsburger Raum nach Angaben von Kabel Deutschland noch glimpflich davon kommen. Lediglich der Empfang des Senders „9 live“ könnte beeinträchtigt sein. Dieser hat einen Marktanteil von 0,1 Prozent in Deutschland.
Vor knapp zwei Jahren war die Kundschaft richtig sauer
Das war vor knapp zwei Jahren anders, als durch das neue Digitalradio verursachte Empfangsstörungen der Sender Augsburg TV und Sat.1 die Kundschaft auf die Palme trieben. Um sie zu besänftigen, verteilte Kabel Deutschland damals kostenlos Antennenkabel. Hintergrund: Altmodische, nicht genügend abgeschirmte Kabel sollen für die Empfangsstörungen besonders empfänglich sein.
Ein neues Antennenkabel könnte helfen
Deshalb empfiehlt der Netzbetreiber Betroffenen auch diesmal, ihr Antennenkabel gegen ein neues der Klasse A auszutauschen. Allerdings: Vor zwei Jahren hatte dieser Schritt nicht jedem geholfen. Beseitigt waren die Probleme erst, als Sat.1 und Augsburg TV ein Jahr später neue Frequenzen erhielten. (AZ/cf)