"Viele hier im Saal haben schwere Zeiten durchgemacht, entweder aktiv als Prüfling oder passiv als Mitleidender", sagte Hochschulpräsident Hans-Eberhard Schurk mit einem Lächeln. "Heute Abend können sie ganz entspannt auf ihre Prüfungen zurückschauen." Rund 300 Absolventen der Hochschule Augsburg nahmen am Sonntag im Theater Augsburg ihre Bachelor-, Master- und Diplomurkunden entgegen.
Zwei Studenten der Elektrotechnik wurden für ihre Masterarbeiten mit dem Ferchau-Förderpreis geehrt. Seit 2003 zeichnet das Unternehmen herausragende Studenten für ihre Leistungen aus. André Schedler schrieb eine Arbeit zu dem Thema Hardware-Kompression. "Es geht darum, dass man so wenig Daten wie möglich versenden kann. Das ist aber wirklich ganz vereinfacht ausgedrückt", erklärte der 23-Jährige. Er kommt aus Untermeitingen und hatte die Hochschule Augsburg wegen der Nähe zu seinem Heimatort gewählt. "Die Hochschule hat aber auch einen sehr guten Ruf", betonte er.
In Martin Meitingers Masterarbeit geht es um die Prototypenentwicklung eines "innovativen Drehsensors mit digitalem Output." Was das ist? "Das kann man leider nicht in ein paar einfachen Sätzen erklären", sagte er. Der 28-Jährige aus Klingen bei Aichach hat vor dem Studium bereits eine Ausbildung bei einem Hersteller von Drucksystemen gemacht, für den er auch seine Arbeit schrieb. Er arbeitet nun seit fünf Monaten bei Siemens in Augsburg und ist dort sehr glücklich.
Beide haben während ihres Studiums auch an der Universität Ulster in Nordirland den englischen Masterabschluss gemacht. Beim Sekt-emfang im Foyer ließen sie den Abend mit den Kommilitonen ausklingen. Martin Meitinger freute sich, dass sogar sein Ex-Chef aus Berlin kam, um mit ihm zu feiern.