Ludwig Lutz ist tot
Auch wenn seine Kräfte in den vergangenen Monaten zusehends schwanden – mit seinem Streichquartett konnte und wollte Ludwig Lutz noch regelmäßig spielen, und wenn Sohn Markus zu Besuch kam, studierten beide die schwierigsten Violinsonaten ein. Musik war für den Augsburger Pädagogen, Kritiker und ausübenden Musiker Aufgabe und Freude seines Lebens.
1927 in Essen geboren, kam Ludwig Lutz schon als kleines Kind nach Augsburg – der Vater, ein Elektroingenieur, hatte die Leitung der Siemens-Niederlassung übernommen. Ludwig besuchte die Volksschule vor dem Roten Tor unddas St.Stefan-Gymnasium, bekam schon früh Geigen- und Klavierunterricht, später lernte er Orgelspielen bei Arthur Piechler. Nach Schule und Kriegseinsatz konnte Lutz an der Münchner Musikhochschule Schulmusik studieren, und ab 1959 unterrichtete er im Peutinger-Gymnasium. Neben seinem Schuldienst schrieb er – stets fair, nobel und mit einer motivierenden Grundhaltung – Musikkritiken für Augsburger Allgemeine, Süddeutsche, Bayerische Staatszeitung und katholische Kirchenzeitung sowie für das Fachmagazin Oper und Konzert. Und er musizierte viel und mit Liebe, versah den Orgeldienst in zahlreichen Kirchen, war Mitglied der Camerata musicale, begehrter Liedbegleiter und Chorleiter und spielte mit seinen musikalischen Lebensfreunden Streichquartett. In dieser Woche ist Ludwig Lutz gestorben. (aba)
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