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Erste Bilanz: Ein Traumstart für den Osterplärrer

Erste Bilanz

Ein Traumstart für den Osterplärrer

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    Augsburger Oster Plärrer 2011 - Frühjahrs Plärrer 2011
    Augsburger Oster Plärrer 2011 - Frühjahrs Plärrer 2011 Foto: Alexander Kaya

    Zufrieden blickte Dieter Held gestern auf den vollen Biergarten vor dem Schaller-Festzelt. Denn dieser Plärrer-Start war so richtig nach dem Geschmack des Festwirts: „Der Plärrerstart war überragend, es war einer meiner besten, wenn nicht der beste, Plärrersonntag überhaupt.“ Diesen Satz dürften wohl die meisten Inhaber der 86 Betriebe unterschreiben, die heuer auf dem Osterplärrer vertreten sind.

    Vor allem am Sonntagnachmittag und -abend fanden viele Familien den Weg auf den kleinen Exerzierplatz und in die Budenstadt. „Der Plärrer war am Ostersonntag schon sehr gut besucht, das schöne Wetter hat viele Menschen angelockt. Der große Andrang kam zwar erst am späteren Nachmittag, aber das ist am Ostersonntag eigentlich immer so“, zog der Vorsitzende des Schwäbischen Schausteller-Verbandes, Josef Eberhardt, eine erste Minibilanz des Auftaktwochenendes.

    Dieses hatte am Sonntagmittag begonnen, als drei Böllerschüsse in den weiß-blauen Himmel donnerten und den Auftakt von Schwabens größtem Volksfest verkündeten. Im selben Augenblick trieb Bürgermeister Hermann Weber, der stellvertretend für den im Osterurlaub weilenden OB Kurt Gribl den Fass-anstich übernommen hatte, im Festzelt Binswanger mit nur drei Schlägen souverän den Zapfhahn ins erste Fass des diesjährigen Osterplärrers. Anders als beim letzten Anstich des OB blieb Webers Fass allerdings heil und das Freibier fand den Weg in die Krüge und die durstigen Kehlen der Zeltgäste.

    Er habe sich seinen Chef beim Fassanstich nicht zum Vorbild genommen, verriet Weber Minuten nach seiner erfolgreichen Plärrer-Premiere augenzwinkernd. „Ich habe nicht denselben Schlägel benutzt, den er verwendet hat – ich habe einen leichteren genommen“, verriet der sichtlich gut gelaunte OB-Stellvertreter sein Erfolgsgeheimnis. Außerdem sei das Fass gut vorbereitet gewesen, der Zapfhahn habe optimal gepasst, lobte Weber.

    Deutlich mehr Adrenalin als der Fassanstich dürfte Weber die Fahrt mit dem „Eurocoaster“, einer der Hauptattraktionen dieses Osterplärrers, gekostet haben. Beim traditionellen Rundgang über den Festplatz nahm Weber in einer Gondel der Hängeachterbahn Platz und lernte so ein „ganz neues Gefühl“ beim Achterbahnfahren kennen. „Eine tolle, wenn auch ruppige Fahrt“, konstatierte Weber, als er wieder sicheren Boden unter den Füßen hatte. „Das ist mal ein ganz neues Gefühl, wenn man so in der Luft hängt, mal etwas ganz anderes!

    Ebenfalls hoch hinaus – wenn auch wesentlich sanfter – ging es für Hermann Weber samt Gattin auf dem Pariser Riesenrad „Roue Parisienne“, von wo der Bürgermeister mit Kollegen der Stadtratsfraktionen den ungetrübten Ausblick über die österliche Fuggerstadt genoss.

    Mehrmals flogen die Fäuste

    Auch aus Sicht der Polizei, die auf dem Volksfest eine eigene Wache unterhält, verlief der Plärrer-Start sehr anständig. Das Traumwetter sorgte für einen regelrechten Besucheransturm und einige Gäste benahmen sich dann doch daneben, nachdem sie zu tief in den Maßkrug geschaut hatten. Die Plärrerwache meldete auf Nachfrage unserer Zeitung ein halbes Dutzend Schlägereien und mehrere Festnahmen.

    Zudem klagten sechs Besucher eines Fahrgeschäftes nach rasanter Fahrt über Nackenschmerzen. Ersten Ermittlungen zufolge hatten sie sich nicht an die Anweisungen des Personals gehalten und zu weit aus den Kabinen gelehnt.

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