Nach der Wahl der Ethnologin Sabine Doering-Manteuffel zur neuen Unipräsidentin sieht die SPD in Augsburg auch die Rolle der Geisteswissenschaften am schwäbischen Wissenschaftsstandort gestärkt.
Das Votum unterstreiche, dass die Geisteswissenschaften weiterhin einen hohen Stellenwert hätten, heißt es in einer Mitteilung. „Das stärkt die Rolle der Augsburger Universität und generell das Selbstbewusstsein der Regionaluniversitäten.“
Aus Sicht der Sozialdemokraten ist die Wahl zudem ein wichtiges Signal für die Chancengerechtigkeit von Männern und Frauen. Doering-Manteuffel wird die erste Frau an der Spitze einer bayerischen Universität sein, wenn sie am 1. Oktober ihr Amt antritt.
Für die Stadtratsfraktion der Grünen ist dies nach sechs männlichen Präsidenten in Folge ein historischer Wechsel. Für die Zukunft setzt die Partei große Hoffnungen in die neue Unipräsidentin. „Mit einem Generationenwechsel an der Spitze der Universität bietet sich die Chance, Uni und Stadt besser miteinander zu vernetzen“, sagt Landtagsabgeordnete Christine Kamm. Bisher komme Augsburg als Universitätsstadt in der öffentlichen Wahrnehmung nicht immer an. „Hier gibt es für die Stadt aber auch für die Universität noch viel zu tun“, sagt die Abgeordnete. (AZ)