Es war der passende Rahmen für den Empfang der Stadt: Im Goldenen Saal des Rathauses wurden die „Aufstiegshelden“ gewürdigt. Auch wenn Vorstandschef Walther Seinsch nicht dabei war, wurde sein Wirken besonders hervorgehoben.
Am stimmungsvollsten war es, als FCA-Aufsichtsratsvorsitzender Peter Bircks der Mannschaft um Kapitän Uwe Möhrle für die erfolgreiche Saison dankte. Alle 400 geladenen Gäste erhoben sich von den Sitzen und applaudierten. Der Aufstieg sei eine Mannschaftsleistung, der Erfolg habe viele Väter, „doch der Übervater ist Walther Seinsch“.
Glückwünsche zum Aufstieg kamen vom Bayerischen Fußballverband. Präsident Rainer Koch, der auch die erfolgreiche Augsburger Bewerbung für die Frauenfußball-WM unterstützt hatte, freute sich, „dass es in Bayern jetzt einen dritten Erstligisten gibt“. Koch warnte davor, die Erwartungshaltung zu hoch setzen: „Mein Appell an alle Augsburger lautet, im November nach zwei, drei Niederlagen nicht zu sagen, wären wir doch bloß nicht aufgestiegen.“
Oberbürgermeister spricht vom historischen Ereignis
Für OB Kurt Gribl, der am Sonntag das letzte Saisonspiel des FCA im Berliner Olympiastadion verfolgt hatte, spielte diese 1:2-Niederlage am Tag danach keine Rolle mehr: „Der FCA ist erstklassig, Gratulation.“ Augsburg dürfe sich glücklich schätzen, dass die Fußballer, die er als Sympathieträger der Region bezeichnete, so grandiose Leistungen erzielt haben. Davon würden Stadt und Region nachhaltig profitieren: „Der Aufstieg in die erste Liga bringt natürlich eine intensive, weil ständige Wahrnehmung der Stadt in den Medien mit sich.“ Er sprach von einem historischen Ereignis.
Nach den Reden traten die FCA-Kicker in Aktion. Für sie lag das Goldene Buch der Stadt aus, das jetzt die Unterschriften der „Aufstiegshelden“ ziert. Als Dankeschön der Stadt erhielt jeder Spieler einen Schlüsselanhänger mit Medaille aus der Alten Silberschmiede. Auch die FCA-Verantwortlichen wurden mit Geschenken bedacht. Für sie gab es eine Lupe samt der Augsburg-Chronik in Miniaturformat. (möh)